Aktualisiert 11.08.2009 08:31

Medienkrise«Abonnenten sterben buchstäblich aus»

Nach mehr als einem Vierteljahrhundert will die «Washington Post» zum Jahresende ihre wöchentlich erscheinende nationale Ausgabe einstellen. Der Grund: Die Auflage sank um 87 Prozent.

Und auch die Anzeigen seien weggebrochen, teilte Ombudsmann Andrew Alexander am Montag in seinem Blog mit.

Die Auflage des Wochenblatts mit seiner Mischung aus aktuellen Nachrichten, Reportagen, Buchkritiken, Kommentaren, Leitartikeln und Comics sei in den vergangenen zehn Jahren von 150 000 auf 20 000 Stück geschrumpft, die «Abonnenten sterben buchstäblich aus».

Bisher habe der nationale Ableger noch einen kleinen Gewinn erwirtschaftet, doch sei damit in diesem Jahr nicht mehr zu rechnen. Auch die Zeitung selbst kämpft seit Jahren mit einer schrumpfenden Auflage; Gewinne macht der Konzern in erster Linie mit Lehrbüchern.

(sda)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.