Absatzschwund: Nokia senkt die Handy-Preise
Aktualisiert

Absatzschwund: Nokia senkt die Handy-Preise

Nokia senkt die Preise für Mobiltelefone um bis zu 25 Prozent. Das soll den um gut 5 Prozent eingebrochenen Absatz wieder steigern.

Diesen Monat hatte Nokia einen Umsatzrückgang von zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr bekannt gegeben. Der Konzern lag damit weit unter seiner Prognose von plus drei bis sieben Prozent. Nokia machte dafür unter anderem die mangelnde Attraktivität seiner Telefone verantwortlich.

Einzelhändler gaben gestern gegenüber der Wirtschaftszeitung «Financial Times» an, dass die Preise einiger Nokia-Telefone um 25 Prozent gefallen seien. Nokia versuche so, gegenüber den Verkaufsschlagern von Sony Ericsson und Samsung nicht noch mehr Marktanteile zu verlieren. Die grössten Preisreduktionen sind laut den Händlern bei billigen, einfachen Telefonen zu finden. Nur bei anspruchsvollen Geräten wie dem jüngst eingeführten Klapp-Modell 7200 sei das Preisniveau unverändert geblieben. Der finnische Konzern hat genug Reserven für Preissenkungen: Nokia ist mit 38% Marktanteil nicht nur der grösste, sondern mit einer Marge von über 20% auch der profitabelste Handy-Hersteller. Nokia wird zwar Marktführer bleiben, der Abstand zum Branchenzweiten Motorola schwindet aber rasch. Auch Samsung, die Nummer drei, konnte ihren Marktanteil erhöhen.

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