Jim Koleff: Abschied von einem ganz Grossen
Aktualisiert

Jim KoleffAbschied von einem ganz Grossen

Das Schweizer Eishockey hat am Mittwoch Abschied von einer seiner charismatischsten Figuren genommen. Mehrere Tausend Personen nahmen in der Patinoire de Malley von Lausanne an der bewegenden Abdankungsfeier für Jim Koleff teil.

"Never give up", beschrieb SEHV-Präsident Fredy Egli das Lebensmotto von Jim Koleff, der dem unsichtbaren Gegner Krebs mehr als 15 Jahre die Stirn geboten hatte, ehe am vergangenen Sonntag früh der Kampf zu Ende war. Und Egli, der Koleff einst als EVZ-Präsident begleitet hatte, als dieser die Zuger an die nationale Spitze führte und gleichzeitig in New York erstmals um sein Leben kämpfte, sprach damit den anderen Rednern und den Anwesenden aus der Seele: "Jimbo" war stets ein Musterbeispiel an Kampfgeist, Lebensmut und Positivismus, der unweigerlich alle anderen positiv ansteckte. "Wenn wir jeweils telefoniert hatten, ging es am Schluss mir besser", sagte sein langjähriger Weggefährte Sean Simpson in einer der bewegendsten Reden des Nachmittags, "ich bin stolz, dass ich ein Freund von Jimmy sein durfte."

Eine Tribünenseite der "Patinoire de Malley" war bis auf den letzten Platz gefüllt. Fast alles, was im Schweizer Eishockey Rang und Namen hatte, war nach Lausanne gereist, inklusive einiger aktueller Nationalspieler, welche anschliessend an den Deutschland-Cup weiterfuhren. Zahlreiche Exponenten waren auch aus dem Ausland in die Westschweiz gekommen, so zum Beispiel der letztjährige ZSC-Trainer Harold Kreis und Hamburg-Manager Bob Leslie, zusammen mit Simpson lange Jahre Assistent von Koleff in Zug.

Auf dem Eis war ein Rednerpult aufgebaut, davor je eine kanadische und eine Schweizer Flagge, stellvertretend für die zwei Nationen, welche der nur 55 Jahre alt gewordene in seinem Herzen trug. Die Feier begann denn auch mit dem Schweizerpsalm und endete mit der kanadischen Hymne.

(si)

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