Wechsel SCB-Fribourg: Abschiedstränen sind noch nicht trocken
Aktualisiert

Wechsel SCB-FribourgAbschiedstränen sind noch nicht trocken

Neun Jahre prägte Christian Dubé den SC Bern. Nun sucht der 34-jährige Stürmer bei Fribourg eine neue Herausforderung.

von
Peter Berger
«Bei Fribourg sind alle hungrig», sagt der vom SCB gekommene Stürmer Christian Dubé.

«Bei Fribourg sind alle hungrig», sagt der vom SCB gekommene Stürmer Christian Dubé.

Am 29. März 2011 versuchte Christian Dubé seine Emotionen in Worte zu fassen und weinte dabei hemmungslos. Der Star hatte bei der Halbfinal-Niederlage in Kloten (0:1) soeben sein letztes Spiel für den SC Bern bestritten.

Sind die Tränen mittlerweile getrocknet? «Ja und nein», sagt Dubé. «Ich hatte mit dem SCB schöne Momente und war sehr traurig, mich mit einer Niederlage verabschieden zu müssen. Aber jetzt bin ich in Freiburg, um eine neue Herausforderung anzunehmen.» Diese hat der Kanadier mit Schweizer Lizenz trotz schneller Integration ins Team auch gefunden. Dubé spricht vor allem die unterschiedlichen Strukturen an. «In Bern war alles sehr professionell organisiert. In diesem Bereich liegen die grössten Unterschiede.» Auf dem Eis soll sich für den spiel- und laufstarken Center indes nichts ändern. Dubé: «Ich will auch bei Fribourg Leaderqualitäten zeigen.»

Die Freiburger, die vom SCB auch Dubés Copain Simon Gamache holten, haben aufgerüstet. Doch gute Einzelspieler ergeben nicht zwingend ein starkes Team, wie Lugano letzte Saison bewies. «Hier sind andere Typen. Alle ziehen am gleichen Strick. Und nach der unbefriedigenden Saison sind alle hungrig», glaubt Dubé, der selber noch viel Spass und grosse Träume habe. In zwölf NLA-Saisons (drei in Lugano, neun in Bern) hat er erst zwei Meistertitel gefeiert (2004 und 2010 mit dem SCB).

Nun nimmt er bei Gottéron einen neuen Anlauf. Auch wenn sich in seiner Familie – mit Ehefrau Julie und den Söhnen Liam (4) und Sky (9 Monate) wohnt er weiterhin in Bern – noch nicht alle mit dem Wechsel abgefunden haben. Dubé erzählt lachend, wie Sprössling Liam reagiert hat, als dieser das neue Klubtier am Auto sah: «Was? Ein Drache! Und wo ist der Bär?»

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