Abschlepp-Skandal: GPK untersucht Experten-Bericht
Aktualisiert

Abschlepp-Skandal: GPK untersucht Experten-Bericht

Der Gemeinderat der Stadt Zürich ist zum Schluss gekommen, dass die Geschäftsprüfungskommission den Experten-Bericht genauer unter die Lupe nehmen soll. Polizeivorsteherin Maurer reagierte entnervt: 20minuten.ch führe eine «Schimpf- und Hetzkampagne».

Gestern Nachmittag informierte das Zürcher Polizeidepartement in Form einer Medienmitteilung, dass Administrativuntersuchungen zum Abschlepp-Skandals durchgeführt wurden. Polizeivorsteherin Esther Maurer beauftragte Dr. iur. Theo Loretan, Stellvertreter des Rechtskonsulenten des Stadtrates Zürich, mit der Leitung der Ermittlungen (20minuten.ch berichtete). Obwohl er mit keinem der Betroffenen Abschlepp-Opfer gesprochen hatte, kam er zum Schluss, dass die geschilderten Fälle allesamt unglaubwürdig sind.

Die Politiker im Gemeinderat Zürich stimmten gestern Abend über ein von der FDP eingereichten Beschlussantrag ab. Die FDP beantragte an der Sitzung, dass Loretans Bericht an die Geschäftsprüfungskommission (GPK) überwiesen wird, damit sie den Bericht prüfen kann. Einstimmig wurde der Antrag gut geheissen. Jetzt kümmert sich die GPK um die umstrittenen Vorkommnisse im Polizeidepartement.

Entnervte Maurer

Esther Maurer (SP), die Polizeivorsteherin der Stadt Zürich, begrüsste die Einsetzung der GPK unmittelbar vor der Abstimmung: Es sei wichtig «einen sauberen Strich unter die Sache zu ziehen».

Sie sei froh, dass die Vorwürfe in der Administrativuntersuchung nicht bestätigt worden seien. Die Gratiszeitung «20Minuten» habe ein bespiellose Schimpf- und Hetzkampagne gegen ihre Mitarbeiter geritten, sagte die Stadträtin weiter. Dies grenze an Rufmord.

(mbu/pat)

Deine Meinung