Küssnacht SZ: «Absolut verboten» – Seniorin fährt durch Rettungsgasse 

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Küssnacht SZ«Absolut verboten» – Seniorin fährt durch Rettungsgasse 

Auf der A4 Richtung Küssnacht am Rigi kam es zu einem Unfall. Die Mehrheit bildete eine Rettungsgasse. Wie eine Leserin berichtet, nutzten diese nicht nur Rettungskräfte.

von
Michelle Ineichen
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Am Samstagmorgen musste auf der A4 bei Küssnacht eine Rettungsgasse gebildet werden. 

Am Samstagmorgen musste auf der A4 bei Küssnacht eine Rettungsgasse gebildet werden. 

20min/News Scout 
Dies aufgrund eines Auffahrunfalls. 

Dies aufgrund eines Auffahrunfalls. 

Kantonspolizei Schwyz

Darum gehts

  • Am Samstag kam es auf der Autobahn A4 zwischen Küssnacht und Goldau in Arth zu einem Auffahrunfall.

  • In der Folge bildeten die Autofahrerinnen und Autofahrer eine Rettungsgasse. Eine Seniorin nutzte sie gleich selbst. 

  • Laut Judith Aklin, Sprecherin der Zuger Polizei, ist das «absolut verboten». 

Wegen eines Auffahrunfalls am Samstagmorgen war die Autobahn A4 zwischen Küssnacht und Goldau während rund zwei Stunden gesperrt. Wie die Kantonspolizei Schwyz in einer Mitteilung sagt, führte dies auf der A4 und im Raum Küssnacht zu einem längeren Rückstau. Auch eine Rettungsgasse wurde gebildet.  

Wie eine Leserin berichtet und mit einem Foto dokumentiert, hielten sich jedoch nicht alle Verkehrsteilnehmenden daran: «Ich konnte es kaum fassen, als ich sah, wie eine Seniorin in einem weissen Kleinwagen mitten durch die Rettungsgasse fuhr.» Sie sei sehr genervt gewesen und habe gehofft, dass die Polizei auf die Fahrerin aufmerksam würde. «Es war einfach nur schockierend», so die Leserin. 

«Sehr gefährlich»

«Es ist absolut verboten, durch eine Rettungsgasse zu fahren», sagt Judith Aklin, Sprecherin der Zuger Polizei. Bei einer Missachtung dieses Verbots droht eine Ordnungsbusse.

«Einsatzkräfte dürfen auf keinen Fall daran gehindert werden, durchzukommen. Es zählt jede Sekunde.» Ein Nichteinhalten könne ausserdem sehr gefährlich sein. «So können beispielsweise Rettungskräfte gefährdet werden, die sich im Bereich der Unfallstelle befinden, aber auch andere Verkehrsteilnehmende wie Zweiradlenker.» Wichtig sei, die Rettungsgasse während der ganzen Staudauer aufrechtzuerhalten, da auch zu einem späteren Zeitpunkt weitere Rettungsfahrzeuge folgen können. Die Seniorin hatte bislang aber Glück: Die Polizei hat sie nicht erwischt. 

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