Abstieg für sechs Schweizer – Benito, Janko und Oberlin zittern um Ligaerhalt
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Ex-Thun-Spieler müssen unten durchAbstieg für sechs Schweizer – Benito, Janko und Oberlin zittern um Ligaerhalt

Sechs Schweizer Fussballer müssen dieses Wochenende mit ihren Clubs den Abstieg hinnehmen. Bei einem Club erwischt es sogar gleich drei auf einmal.

von
Lucas Werder
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Michi Frey und Waasland-Beveren steigen aus der ersten belgischen Liga ab.

Michi Frey und Waasland-Beveren steigen aus der ersten belgischen Liga ab.

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Auch Teamkollege Leonardo Bertono steht bei der 2:5-Niederlage im Barrage-Rückspiel auf dem Platz.

Auch Teamkollege Leonardo Bertono steht bei der 2:5-Niederlage im Barrage-Rückspiel auf dem Platz.

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Nächste Saison nur noch 3. Liga: Nach dem besiegelten Abstieg tröstet Ridge Munsy einen Würzburger Teamkollegen.

Nächste Saison nur noch 3. Liga: Nach dem besiegelten Abstieg tröstet Ridge Munsy einen Würzburger Teamkollegen.

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Darum gehts

  • Dieses Wochenende steigen gleich sechs Ausland-Schweizer aus ihren Ligen ab.

  • Dabei erwischt es gleich zwei Spieler, die letzte Saison schon mit dem FC Thun abgestiegen sind – ein dritter könnte folgen.

  • Die ehemaligen YB-Spieler Loris Benito und Saidy Janko stecken in Frankreich und Spanien mitten im Abstiegssumpf.

Bitteres Wochenende für die Schweizer Fussballer im Ausland. Am Samstag erwischt das Abstiegsgespenst in Belgien mit Michi Frey und Leonardo Bertone gleich zwei Schweizer. Nach dem 1:1 im Hinspiel empfingen die beiden mit Waasland-Beveren im Barrage-Rückspiel Zweitligist RFC Seraing. Frey, der schon im Hinspiel getroffen hatte, brachte seinen Club nach einer Viertelstunde vom Penaltypunkt aus in Führung. Danach folgte aber das Drama.

2:5 stand es am Schluss aus Sicht von Waasland-Beveren, das nun den Gang in die zweite Liga antreten muss. Michi Frey wird nun zu Fenerbahce zurückkehren. Ob er in der Türkei bleiben wird, ist trotz seiner 17 Saisontore für Waasland-Beveren fraglich. Auch ob Bertone trotz Vertrag bis 2023 in Belgien bleibt, ist offen. Für ihn ist es nach 2020 mit dem FC Thun der zweite Abstieg in Folge.

Drei Schweizer erwischt es bei einem Club

Dieses Szenario droht auch Roy Gelmi. Mit dem VVV-Venlo liegt der Ex-Thuner in der niederländischen Eredivisie auf einem direkten Abstiegsplatz – und das obwohl sein Team dem Griechen Georgios Giakoumakis den Liga-Topscorer stellt. Zwei Spiele vor Schluss ist der Klassenerhalt aber immer noch möglich.

Gleich drei Spieler mit Schweizer Pass erwischt es in der 2. Bundesliga. Für das abgeschlagene Tabellenschlusslicht Würzburger Kickers ist der Abstieg nach der 1:3-Pleite gegen Direktkonkurrent Osnabrück besiegelt. Daran konnten auch die drei ehemaligen GC-Spieler Ridge Munsy (spielte 86 Minuten), Rolf Feltscher (sass 90 Minuten auf der Bank) und Nzuzi Toko (nicht im Kader) nichts ändern. Auch für Ex-Thun-Stürmer Munsy ist es der zweite Abstieg innerhalb eines Jahres.

Noch eine Liga tiefer läuft es für Dimitri Oberlin auch nicht viel besser. Noch im April sorgte die ehemalige FCB-Rakete für Schlagzeilen, als sie den Sprung ins Kader der ersten Mannschaft von Bayern München schaffte. Der Reserve-Mannschaft des alten und neuen Deutschen Meisters, wo Oberlin eigentlich spielt, droht der Abstieg in die Regionalliga. Drei Spieltage vor Ende beträgt der Rückstand auf das rettende Ufer zwei Zähler. Oberlin kommt in dieser 3.-Liga-Saison auf zwölf Einsätze und ein Tor.

Abstiegssorgen bei Benito

Schon länger besiegelt ist der Abstieg von Dijon und Anthony Racioppi aus der französischen Ligue 1. Der U-21-Nati-Goalie war auf diese Saison hin von Lyon in die Senfstadt gewechselt und bringt es auf immerhin 21 Startelf-Einsätze. Zuletzt sass das Goalie-Talent aber wieder auf der Bank.

Nach nur zwei Siegen aus den letzten 15 Spielen steckt zwei Spieltage vor Schluss auch Nati-Verteidiger Loris Benito und Girondins Bordeaux. Am Samstag muss der ehemalige YB-Star bei gegen Nimes als Innenverteidiger aushelfen. Nach dem 0:3 hat Bordeaux nur noch zwei Punkte Vorsprung auf den Barrageplatz.

Auch Ex-YB-Spieler Janko in Gefahr

Auch in Spanien sieht es für Saidy Janko und Real Valladolid nicht gerade rosig aus. Zwar ist der Ronaldo-Club seit vier Spielen ungeschlagen, weil die Nordspanier aber auch nie gewonnen haben, liegen sie drei Spieltage vor Saisonende nur noch ein Pünktchen vor den Abstiegsplätzen.

So gut wie besiegelt ist der Abstieg von Parma Calcio aus der Serie A. Besonders bitter ist die Situation für Simon Sohm, der im Sommer vom FC Zürich nach Italien gewechselt war. Zu Saisonbeginn kam der Nati-Spieler noch regelmässig zu Teileinsätzen, mittlerweile sitzt das 20-jährige Mittelfeld-Talent aber nur noch auf der Bank. Gibts am Sonntag keinen Sieg gegen Topteam Atalanta und Remo Freuler, ist der Abstieg auch mathematisch besiegelt.

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