Aktualisiert 24.01.2009 19:31

FreizügigkeitAbstimmungsparty lockte 350 Jugendliche an

Die Jungparteien von SP, FDP, CVP und Grünen haben am Freitagabend in Zürich zu einer «Abstimmungsparty» geladen. Wer seine Abstimmungsunterlagen zur Personenfreizügigkeit mitnahm, durfte gratis rein. Rund 350 junge Leute sind gekommen.

Der Kulturmarkt in Zürich sei voll gewesen, sagte Nicola Forster, Kampagnenleiter des überparteilichen Jungendkomitees «dabei-gleiben.ch», am Samstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Er schätze, dass gut 200 Partygänger ihr Couvert in den offiziellen Briefkasten der Post eingeworfen hätten.

Ziel des Anlasses sei gewesen, möglichst viele junge Leute zum Abstimmen zu motivieren, die sich sonst kaum für Politik interessierten, sagte Forster. Rund 100 Personen hätten 15 Franken Eintritt bezahlt, der Rest der Leute habe einen Ausländerausweis vorgelegt und sei so ebenfalls umsonst eingelassen worden.

Die Idee ist nicht neu. Abstimmungspartys gab es in der Schweiz bereits in den Jahren 2002 (UNO-Beitritt) und 2005 (Erweiterung der Personenfreizügigkeit auf die neuen EU-Länder im Osten).

Nach einer Party im Jahr 2002 ermittelte die Bundesanwaltschaft wegen einer Strafanzeige des Bundes der Steuerzahler. Sie kam zum Schluss, der Vorwurf von «Stimmenfang und Wahlbestechung» treffe nicht zu.

(sda)

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