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Absturz wegen falscher Startbahn: 49 Tote, 1 Überlebender

Den Absturz eines Flugzeugs in Lexington im US-Staat Kentucky hat mindestens ein Mensch überlebt. An Bord des Regionaljets vom Typ CRJ-100 befanden sich 47 Passagiere und drei Besatzungsmitglieder.

Beim Absturz eines Passagierflugzeugs in Lexington im US-Bundesstaat Kentucky sind am Sonntag 49 Menschen an Bord ums Leben gekommen. Eine Person überlebte das Unglück schwer verletzt. Mögliche Unglücksursache ist ein Fehler des Piloten.

Es sei die falsche Startbahn gewählt worden, sagte ein Beamter der Flugsicherheit laut dem Fernsehsender CBS. Der Pilot habe offenbar die kürzere der beiden Haupt-Startbahnen gewählt.

«Es war ein entscheidender und tödlicher Fehler», zitierte der Sender den Beamten. Die gewählte Startbahn sei nur etwa 1067 Meter lang, halb so lang wie die andere Bahn. Von offizieller Seite gab es keine Angaben zum Hergang des Unglücks.

Kurz nach Start abgestürzt

Die Maschine vom Typ Bombardier CRJ 100 war in Lexington im Bundesstaat Kentucky gestartet und sollte nach Atlanta im Bundesstaat Georgia fliegen.

Gleich nach dem Start stürzte die Maschine kurz nach 6 Uhr Ortszeit in ein Waldgebiet rund ein Kilometer von Lexingtons Blue Grass Airport entfernt und ging in Flammen auf. An Bord waren 47 Passagiere und drei Besatzungsmitglieder.

Überlebte Co-Pilot?

Eine Person wurde am Absturzort lebend geborgen, wie der Chef der Fluggesellschaft Comair, Don Bornhorst, am Sonntag in Lexington vor den Medien mitteilte. Nähere Angaben machte Bornhorst nicht. US- Fernsehsender hatten berichtet, dass es sich bei dem Überlebenden um einen Co-Piloten der Maschine handle.

Nach Angaben von Rettungsärzten starben die meisten Insassen erst in dem Feuer, das nach dem Aufprall in der Maschine ausbrach. Der Rettungsarzt Gary Ginn sagte vor den Medien, dass die meisten der Opfer «eher durch das Feuer als durch das Einatmen von Rauch» gestorben seien. Der Brand sei «heftig» gewesen, das Wrack sei aber «ziemlich intakt» geblieben.

Flugzeug am Samstag gewartet

Die Maschine sei 2001 neu gekauft worden. Die üblichen Wartungsarbeiten seien am Samstag ausgeführt worden. Die Fluggesellschaft Comair ist eine regionale Tochter der Delta.

Zuletzt waren im Dezember in den USA beim Absturz eines Wasserflugzeugs vor der Küste Floridas 20 Menschen ums Leben gekommen. Die Maschine war auf dem Weg auf die Bahamas.

(sda)

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