Aktualisiert 29.10.2007 18:16

Abtreibung: Papst redet Apothekern ins Gewissen

Papst Benedikt XVI. hat katholische Apotheker aufgefordert, den Verkauf von Abtreibungspillen und Mitteln zur Sterbehilfe nicht zu unterstützen.

Sie müssten hier «gewissenhafte Bedenken» an den Tag legen, sagte Benedikt in einer Rede beim Internationalen Kongress katholischer Apotheker am Montag in Rom. Damit seien sie in der Lage, Produkte, die «ganz klar unmoralische Ziele haben wie beispielsweise Abtreibung oder Sterbehilfe», nicht direkt oder indirekt zur Verfügung zu stellen.

Die Apotheker hätten Patienten gegenüber eine Art Bildungsauftrag, erklärte das Oberhaupt der katholischen Kirche weiter. Ihre Kunden sollten Medikamente nur für moralisch und ethisch korrekte Zwecke nutzen, und sie sollten ihr Bewusstsein wecken, so dass «alle Menschen von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod geschützt sind, und dass die Medizin wirklich eine therapeutische Rolle spielt». Menschen dürften nicht nur für experimentelle Therapien benutzt werden, betonte der Papst. (dapd)

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