Abzocker-Initiative steht – Wirtschaftsprofessor warnt
Aktualisiert

Abzocker-Initiative steht – Wirtschaftsprofessor warnt

Die Unterschriften für die Abzocker-Initiative sind beisammen. Doch Wirtschaftsprofessor Franz Jaeger von der Uni St.Gallen warnt vor der Annahme.

«Stünde der Urnengang jetzt an, dann stiesse unsere Initiative auf 80 Prozent Zustimmung», gab Trybol-Besitzer und Begründer der Initiative Thomas Minder der «SonntagsZeitung» zu Protokoll. Die Diskussion um die hohen UBS-Boni dürften der Initiative zusätzlich Schub verliehen haben. Laut dem Begehren müssen die Löhne der Topmanager von der Generalversammlung genehmigt werden. Zudem sollen Aktionäre die Konzernleitung wählen.

Franz Jaeger begrüsst die Initiative, da so das Thema breit diskutiert werde. Trotzdem lehnt er die Vorlage ab. «Bei einer Annahme würde die Konkurrenzfähigkeit des Finanzplatzes Schweiz leiden, da Aktionäre im Ausland weder Löhne genehmigen noch die Geschäftsleitung wählen können», so Jaeger. Er sei in erster Linie für Lohn-Transparenz. Zudem werde sich der Markt in Sachen Boni selbst regulieren. «Die UBS würde kein zweites Mal so handeln», sagt Jaeger.

gal

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