Geld gestohlen: Accounts von 300’000 Nintendo-Spielern gehackt
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Geld gestohlenAccounts von 300’000 Nintendo-Spielern gehackt

Viele Nintendo-Kunden sind Opfer eines Hacker-Angriffs geworden. Die Cyberkriminellen verschafften sich Zugriff auf die privaten Daten der Gamer und konnten Guthaben, die auf den Accounts gespeichert waren, ausgeben.

von
Dominique Zeier
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Im April wurden 300’000 Nintendo-Accounts gehackt.

Im April wurden 300’000 Nintendo-Accounts gehackt.

KEYSTONE
Erst hatte Nintendo kommuniziert, dass nur 160’000 Accounts betroffen waren.

Erst hatte Nintendo kommuniziert, dass nur 160’000 Accounts betroffen waren.

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Nun ist klar: Die Anzahl Opfer ist beinahe doppelt so gross.

Nun ist klar: Die Anzahl Opfer ist beinahe doppelt so gross.

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Darum gehts

  • 300’000 Konten von Nintendo-Kunden wurden gehackt.
  • Die Hacker haben das Geld der Spieler, das als Kredite auf ihren Accounts gespeichert war, ausgegeben.
  • Ausserdem hatten die Hacker Zugriff auf persönliche Daten der Gamer.
  • Nintendo entschuldigt sich.

Seit Anfang April sind rund 300’000 Nintendo-Accounts gehackt worden. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, ist es Kriminellen gelungen, an die Netzwerk-IDs der Nutzer zu gelangen und auf deren Konten zuzugreifen.

Der Hack fiel erstmals im April auf, als Nintendo mitteilte, dass die Passwörter einiger kompromittierter Konten zurückgesetzt werden würden. Damals wurde kommuniziert, dass rund 160’000 Nutzer betroffen seien. Nun ist aber klar, dass das Datenleck beinahe doppelt so gross ist wie anfänglich angenommen.

Laut CNN hat Nintendo die zusätzlichen gehackten Konten entdeckt, als eine tiefere Untersuchung in den Fall eingeleitet wurde. Das Unternehmen hat daraufhin Anfang Woche angekündigt, weitere Massnahmen zu treffen, um die Sicherheit seiner Kunden gewährleisten zu können.

Fortnite-Währung gekauft

Bei einigen der betroffenen Konten wurde festgestellt, dass mit den Nintendo-Guthaben, Paypal-Accounts oder Kreditkarten der Nutzer Einkäufe getätigt wurden. So berichten einige User, dass ihre Kredite für die virtuelle Währung V-Bucks ausgegeben wurde, die in Fortnite unter anderem zum Kauf von Skins und Emotes verwendet werden kann.

Ausserdem war es den Hackern möglich, sich in die Games ihrer Opfer einzuloggen und auf deren Account zu spielen. Dabei konnten sie auch das Geburtsdatum, das Herkunftsland und die E-Mail-Adresse der Spieler einsehen.

«Wir entschuldigen uns aufrichtig bei unseren Kunden für alle Unannehmlichkeiten und Besorgnisse. Wir werden in Zukunft grössere Anstrengungen betreiben, um die Sicherheit unserer Nutzer zu gewährleisten, damit so etwas nicht nochmals passiert», heisst es von Seiten von Nintendo. Ausserdem fordert das Unternehmer die Spieler auf, ihren Account auf allfällige betrügerische Aktivitäten zu überprüfen.

Digital-Push

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Deine Meinung

1 Kommentar
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Neumann

13.06.2020, 00:02

So schade.