Aktualisiert 10.12.2017 16:56

1 Prozent Wahrscheinlichkeit

Acht gewagte Prognosen für das kommende Jahr

Prognosen sagen normalerweise wahrscheinliche Entwicklungen voraus. Dieser Wirtschaftsausblick zeigt, was unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich ist.

von
R. Knecht
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Was könnte das neue Jahr für die Wirtschaft bringen?

Was könnte das neue Jahr für die Wirtschaft bringen?

Keystone/Jean-christophe Bott
Die dänische Saxo Bank bietet den etwas anderen Ausblick: Sie legt Prognosen vor, die mit nur 1 Prozent Wahrscheinlichkeit eintreffen werden. Die «ungeheuerlichen Prognosen» sollen für den Weltmarkt eine Warnung vor falscher Risiko-Einschätzung sein.

Die dänische Saxo Bank bietet den etwas anderen Ausblick: Sie legt Prognosen vor, die mit nur 1 Prozent Wahrscheinlichkeit eintreffen werden. Die «ungeheuerlichen Prognosen» sollen für den Weltmarkt eine Warnung vor falscher Risiko-Einschätzung sein.

Daniel Ochoa de Olza
Tencent stösst Apple vom ThronDer chinesische Internet-Konzern Tencent wird im kommenden Jahr noch einmal zulegen. Der Wert der Aktie des Unternehmens wird im Verlauf von 2018 um 100 Prozent zunehmen und damit eine Marktkapitalisierung von über 1 Billion US-Dollar erreichen. Damit löst der chinesische Konzern Apple als weltweit grösstes Unternehmen ab.

Tencent stösst Apple vom ThronDer chinesische Internet-Konzern Tencent wird im kommenden Jahr noch einmal zulegen. Der Wert der Aktie des Unternehmens wird im Verlauf von 2018 um 100 Prozent zunehmen und damit eine Marktkapitalisierung von über 1 Billion US-Dollar erreichen. Damit löst der chinesische Konzern Apple als weltweit grösstes Unternehmen ab.

AP/Mark Lennihan

Was wird sich 2018 an der Börse tun? Wie geht es mit dem Bitcoin weiter? Und bleibt Apple auch im kommenden Jahr das wertvollste Unternehmen der Welt? Diese und ähnliche Fragen stellen sich die Finanzinstitute zurzeit.

Die dänische Saxo Bank bietet allerdings den etwas anderen Ausblick: Sie legt Prognosen vor, die mit nur 1 Prozent Wahrscheinlichkeit eintreffen werden. Die «ungeheuerlichen Prognosen» sollen für den Weltmarkt eine Warnung vor falscher Risiko-Einschätzung sein.

• Tencent stösst Apple vom Thron

Der chinesische Internet-Konzern Tencent wird im kommenden Jahr noch einmal zulegen. Der Wert der Aktie des Unternehmens wird im Verlauf von 2018 um 100 Prozent zunehmen und damit eine Marktkapitalisierung von über 1 Billion US-Dollar erreichen. Damit löst der chinesische Konzern Apple als weltweit grösstes Unternehmen ab.

• Bitcoin stürzt ab

Zwar erreicht der Bitcoin-Kurs 2018 ein Rekordhoch von 60'000 US-Dollar, bis Ende Jahr stürzt die Kryptowährung aber ab. Russland und China verbieten Kryptowährungen, worauf dem Bitcoin-Phänomen «der Boden unter den Füssen weggerissen» wird. Daraufhin fällt der Bitcoin rasant auf etwa 1000 Dollar.

• Frauen landen in den Chefetagen

Bei mehr als 60 Unternehmen auf der «Fortune»-500-Liste werden 2018 Frauen an der Spitze stehen. Der Grund dafür hat allerdings nichts mit Chancengleichheit zu tun. Frauen erreichen im Schnitt ein höheres Bildungsniveau als Männer. Um dieses Potenzial auszuschöpfen und damit Wachstum zu ermöglichen, sorgen die Aktionäre 2018 dafür, dass die «Old Boys Clubs» aufgemischt werden.

• Ein zweiter «Black Monday»

An den Aktienmärkten kommt es zu einem Crash, der an den von 1987 erinnert. Das Ganze beginnt mit einem spektakulären Einbruch des amerikanischen Börsenindexes S&P 500 um 25 Prozent. Viele Investmentfonds werden komplett verschwinden. Es gibt aber auch Gewinner: Ein bisher unbekannter Händler realisiert einen Gewinn von 1000 Prozent und wird zur Legende.

• Euro bewegt sich zur Dollar-Parität

Wegen einer unüberwindbaren Kluft zwischen den alten Kernmitgliedern und den skeptischen Jungmitgliedern der EU fällt der Euro Ende 2018 in Richtung Dollar-Parität ab – ein Sturz von rund 20 Prozent. Der politische Schwerpunkt Europas wird sich im Verlauf des Jahres von Deutschland und Frankreich in Richtung Osteuropa verlagern.

• Fed verliert Unabhängigkeit

Im Vorfeld der amerikanischen Zwischenwahlen 2018 wird die amerikanische Notenbank (Fed) zum Sündenbock für die schwache Konjunktur, den aufgewühlten Anleihenmarkt und die Verschärfung der Ungleichheit im Land. Darum ergreift das Finanzministerium Notstand-Befugnisse und zwingt die Fed, die Zinsen von US-Staatsanleihen mit langen Laufzeiten auf 2,5 Prozent zu begrenzen. Diese Geldpolitik gab es zuletzt nach dem Zweiten Weltkrieg.

• China stellt USA mit Rohöl-Handel in den Schatten

Der Shanghai International Energy Exchange lanciert Rohöl-Termingeschäfte auf Yuan-Basis. Die globale Macht und Reichweite der USA nimmt weiter ab und der Wert des chinesische Yuan schnellt im Vergleich zum Dollar um 10 Prozent in die Höhe. Erstmals kostet ein Dollar weniger als 6 Yuan.

• Japan wird Opfer der Inflation

Weil die Zinsen weltweit steigen, kommt es zu einem «sagenhaften Einbruch des Yen». Während ein Dollar Ende 2017 noch rund 110 Yen kostete, wird der Preis schon bald bei 150 Yen sein. Der Zentralbank wird es allerdings gelingen, den Kurs wieder auf 100 Yen pro Dollar zu senken.

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