Acht Monate Zuchthaus für amerikanischen Casino-Dieb
Aktualisiert

Acht Monate Zuchthaus für amerikanischen Casino-Dieb

Ein Amerikaner, der 2004 im Casino Basel dreimal Spielern grosse Bargeldbeträge gestohlen hatte, wurde gestern in Abwesenheit vom Basler Strafgericht zu acht Monaten unbedingt verurteilt.

Oft tragen Spieler im Casino die Geldnoten gleich bündelweise in der Hosentasche. Diesen Umstand hat sich ein dubioser Diamantenhändler, der 2004 die Baselworld besuchte, zunutze gemacht: Laut Anklage hat der gebürtige Rumäne mit US-Pass dreimal zugegriffen – und so mindestens 26000 Franken zusammengestohlen. Das Vorgehen war immer gleich, wie drei Sicherheitsvideos zeigen: Der damals 48-Jährige trat von hinten an einen Spieler am Roulettetisch, verursachte ein kleines Gedränge, griff zu und verschwand unerkannt.

Der Angeklagte, der zur Verhaftung ausgeschrieben war, wurde schliesslich im September 2006 bei der Ausreise am Flughafen Zürich verhaftet. In der dreimonatigen U-Haft bestritt der Mann die Taten. «Nein Sir, ich weiss nicht, ob ich der Mann auf den Videos bin», gab er zu Protokoll.

Gleich argumentierte auch die Verteidigung und plädierte auf Freispruch. Wegen zahlreicher ähnlicher Vorstrafen in Italien und Österreich ging das Gericht aber über das geforderte Strafmass von fünf Monaten hinaus und verurteilte den Mann zu acht Monaten unbedingt. Der Täter, der zurzeit in Bukarest weilt, ist nun zur Verhaftung ausgeschrieben.

(lvi)

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