Acht Palästinenser im Gazastreifen getötet
Aktualisiert

Acht Palästinenser im Gazastreifen getötet

Bei einem Einsatz der israelischen Armee im palästinensischen Flüchtlingslager Rafah im südlichen Gazastreifen sind am Dienstag acht Palästinenser getötet und Dutzende zum Teil schwer verletzt worden.

Die Männer hätten sich mit Soldaten Schusswechsel geliefert, sagten palästinensische Sicherheitskräfte. Nach palästinensischen Spitalangaben starb in Rafah auch ein Sanitäter durch eine israelische Granate.

Die israelische Armee rückte nach palästinensischen Angaben mit 40 Panzerfahrzeugen und Jeeps in das Flüchtlingslager ein. Zwei Helikopter unterstützten die Soldaten demnach aus der Luft. Mehrere Häuser seien bei der Aktion zerstört worden.

Die israelische Armee erklärte, sie suche nach Tunneln, durch die Waffen aus Ägypten in das Lager geschmuggelt würden.

Erst vor zwei Wochen waren bei einem Einmarsch der israelischen Armee in Rafah fünf Palästinenser getötet und mindestens 15 verletzt worden.

Im Zusammenhang mit dem tätlichen Angriff auf den ägyptischen Aussenminister Ahmed Maher wurden in Jerusalem fünf Palästinenser festgenommen.

US-Aussenminister Colin Powell telefonierte noch am Montagabend mit seinem ägyptischen Kollegen, um sich über dessen Gespräche in Jerusalem zu informieren. Maher war nach einem dreistündigen Aufenthalt im Spital zurück nach Kairo geflogen. Laut seinem Sprecher war er «sehr gut in Form».

Bei seinem Besuch in Jerusalem war er von radikalen Palästinensern in der El-Aksa-Moschee auf dem Jerusalemer Tempelberg angegriffen worden und hatte einen Schwächeanfall erlitten. Zuvor war Maher mit dem israelischen Ministerpräsidenten Ariel Scharon zusammen getroffen. (sda)

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