Griechenland: Acht Tote bei Explosion auf Tanker
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GriechenlandAcht Tote bei Explosion auf Tanker

Bei einem Brand auf einem im Dock liegenden Tanker sind in der griechischen Hafenstadt Piräus bei Athen acht Menschen getötet worden. Danach kam es zu Ausschreitungen wütender Arbeiter.

Das Feuer in dem unter panamaischer Flagge fahrenden Schiff brach vermutlich nach einem Schweissunfall aus. «Es gab eine Explosion bei Wartungsarbeiten mit offenem Feuer», sagte ein Sprecher des Handelsmarine-Ministeriums am Freitag. Bei den Toten handelte es sich den Angaben zufolge um den philippinischen Bootsmann und sieben Arbeiter. Vier weitere Menschen wurden verletzt.

Die Feuerwehr benötigte am Donnerstag vier Stunden, um das Feuer an Bord des Tankers «Friendshipgas» zu löschen. Die Temperaturen im Innern stiegen nach Angaben des Ministeriumssprechers auf bis zu 180 Grad Celsius.

Ausschreitungen und Streik

Nach dem Unglück wurden zwei Verantwortliche der Wartungsteams festgenommen. Der Bürgermeister von Perama, Jannis Glikas, räumte im Sender Flash Radio ein: «Das Dockgelände ist ein Krematorium.» Die Arbeiter trügen oft nicht einmal feuerfeste Schutzanzüge.

Nach dem Unglück am Perama Dock protestierten wütende Arbeiter gegen die mangelhaften Sicherheitsvorkehrungen. Vor dem Handelsmarine-Ministerium am Hafen von Piräus ging die Polizei nach Fernsehberichten mit Tränengas gegen mehrere hundert wütende Dockarbeiter vor. Sie wollten zu Minister Georgios Voulgarakis.

Bei den Ausschreitungen wurden nach Ministeriumsangaben mehrere Polizisten und Marinesoldaten verletzt. Die Metall-Gewerkschaft begann am Freitag einen dreitägigen Streik wegen der mangelhaften Sicherheitsvorkehrungen. Im vergangenen Jahr waren am Perama-Dock zwei Menschen bei Arbeitsunfällen getötet worden. (sda)

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