Acht Tote bei Generalstreik in Dominikanischer Republik

Aktualisiert

Acht Tote bei Generalstreik in Dominikanischer Republik

Bei Strassenschlachten wurden drei Männer im Alter von 24 Jahren erschossen. Mehrere Dutzend Menschen wurden verletzt.

Am Vortag starben nach Polizeiangaben in verschiedenen Landesteilen fünf Menschen bei gewaltsamen Auseinandersetzungen. Präsident Hipólito Mejía rief die Gewerkschaftsführer zum Ende der Proteste auf: «Bei einem Streik verlieren wir alle», sagte er in Santo Domingo.

Der Protest der Demonstranten richtete sich gegen Mejías Wirtschaftspolitik, insbesondere gegen die Entwertung des Peso und die fortschreitende Inflation in dem Karibikstaat.

Die Gewerkschaften und andere Gruppen verlangen ein Einfrieren der Preise für Benzin und Grundnahrungsmittel, Lohnerhöhungen sowie ein Ende der ständigen Stromsperren. Die Proteste werden von der katholischen Kirche und den Unternehmern unterstützt.

Die Dominikanische Republik macht seit dem Zusammenbruch zweier Banken im vorigen Jahr eine schwere wirtschaftlichen Krise durch. Die Krise wird noch von politischen Spannungen im beginnenden Wahlkampf angeheizt. Präsident Mejía will sich gegen den Widerstand eines Teils seiner eigenen Partei am 16. Mai zur Wiederwahl stellen.

(sda)

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