JEMEN: Acht Tote bei Schiesserei in Moschee
Aktualisiert

JEMENAcht Tote bei Schiesserei in Moschee

Ein bewaffneter Mann hat am Freitag in einer Moschee im Jemen um sich geschossen und mindestens acht Menschen getötet. Neun weitere wurden bei der Attacke in Kahal rund 60 Kilometer nördlich der Hauptstadt Sanaa verletzt.

Der Schütze sei vermutlich geistig verwirrt gewesen, als er das Feuer auf die Gläubigen eröffnete, sagte ein Behördenvertreter. Nach Angaben des Beamten, der nicht genannt werden wollte, wurde der Täter festgenommen und verhört.

Es war bereits der zweite derartige Zwischenfall in einer jemenitischen Moschee binnen eines Monats. Am 2. Mai kamen 18 Menschen bei einem Anschlag auf eine Moschee im Nordwesten des Landes ums Leben, als ein Sprengsatz im Eingang explodierte.

Die Regierung machte damals die schiitische Rebellenorganisation von Abdul Malak al-Huti für den Anschlag verantwortlich. Die sogenannten Hutisten liefern sich seit 2004 heftige Kämpfe mit den staatlichen Sicherheitskräften.

Dabei wurden inzwischen mehrere tausend Menschen getötet. Die Schiesserei am Freitag ereignete sich einen Tag nach der Zerschlagung einer Zelle des internationalen Terrornetzwerks Al Kaida im Jemen. (sda)

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