FCB-Fans: Achterbahn der Gefühle im Gare du Nord
Aktualisiert

FCB-FansAchterbahn der Gefühle im Gare du Nord

Selten langen Frust und Freude für die Fans so nahe beieinander wie beim gestrigen Match gegen den FC Zürich.

von
Jonas Hoskyn
Konsternation und Freude lagen gestern nahe beieinander. Foto: aj

Konsternation und Freude lagen gestern nahe beieinander. Foto: aj

Nicht nur der Letzigrund war gestern ausverkauft, auch die Public Viewings in Basel waren proppenvoll – allen voran der Gare du Nord, seit Jahren Pilgerstätte für die Daheimgebliebenen. Der Andrang war derart gross, dass Geschäftsführer Bruno Zihlmann eine zusätzliche Leinwand aufstellte. «Das ist fast mit dem WM-Final vergleichbar», so Zihlmann. «Die Fans wollen halt zusammen feiern und zusammen leiden.»

Und zu Letzterem gab es zu Beginn der Partie wahrlich genügend Anlass. Während der FC Zürich gross aufspielte, machte sich bei den FCB-Fans langsam Konsternation breit. Das Zwischenfazit von FCB-Fan Hans: «Ich sags nicht gern, doch Zürich spielt momentan einfach besser.» Doch auch nach dem 1:0 kurz vor der Pause blieben die Fans optimistisch: «Wir lagen diese Saison schon so oft zurück, das erschüttert uns nicht», so FCB-Fan Pauli.

Und er sollte recht behalten. Doch zuvor zerrte noch das Auf-und-Ab des FCB am Nervenkostüm. Wurde der erstmalige Ausgleich noch mit «unverdient, aber schön» bewertet, brach beim zweiten Treffer von Alex Frei erleichterter Jubel aus. ­«Eiskalt – so läuft das», so Andi, der zuvor 77 Minuten vor allem geschimpft hatte. Und so dürfen die Plakate im Gare du Nord noch ein bisschen hängen bleiben: «25. Mai: FC Basel – FC Luzern. Anschliessend Meisterfeier!»

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