Aktualisiert 07.12.2011 13:08

«Mami ist lesbisch»Achtjähriger macht Bachmann sprachlos

Dass eine Autogrammstunde nicht immer zu einem Triumphzug wird, musste die US-Politikerin Michele Bachmann am eigenen Leib erfahren. Die Republikanerin wurde von einem kleinen Jungen blossgestellt.

von
aeg

Eine Autogrammstunde für ihr neues Buch «Core of Conviction: My Story» (dt: Kern der Überzeugung: Meine Geschichte) in South Carolina brachte eine faustdicke Überraschung für die republikanische Präsidentschaftskandidatin Michele Bachmann. Die konservative Politikerin, die sich wiederholt und vehement gegen die Homo-Ehe ausgesprochen hat, wurde von einem kleinen Jungen auf dem falschen Fuss erwischt.

Nachdem Bachmann alle Autogramme geschrieben hatte, trat der Achtjährige Elijah an ihren Tisch, gefolgt von seiner Mutter. Bachmann begann sofort mit ihm zu sprechen und fragte ihn, was er denn auf dem Herzen habe. Nach anfänglichem Zögern und mit leiser Stimme meinte er schliesslich: «Meine Mami, Frau Bachmann, meine Mami ist lesbisch, aber sie muss nicht geheilt werden.»

Bachmann, sichtlich überrascht, tritt einen Schritt zurück. Ihre Mine verdunkelt sich und sie blickt sprachlos auf zur Mutter von Klein-Elijah. Diese schnappt sich ihren Sohn und stampft davon.

Homo-Ehe umstritten

Die Homo-Ehe ist eines der kontrovers diskutierten Themen in den USA. Während vornehmlich Demokraten sich für eine Legalisierung der gleichgeschlechtlichen Verbindung aussprechen, wollen Konservative dies vehement verhindern. Auch die Meinungen in der Bevölkerung gehen weit auseinander.

Michele Bachmann gilt als eine der schärfsten Kritikerinnen der Homo-Ehe. Ihr Mann führt gar eine Klinik zur Heilung von Homosexualität. Die «Pray-away-the-gay»-Klinik wurde jüngst Schauplatz einer Demonstration homosexueller Aktivisten.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.