Aktualisiert 20.04.2007 08:27

«Achtung, die Zeppelin-Streife kommt!»

Venezuelas Polizei kämpft jetzt auch mit Zeppelinen gegen Verbrecher: Das erste von drei Luftschiffen, mit denen die Polizei Jagd auf Verbrecher macht, ist heute zum Einsatz gestartet.

Die jeweils gut 340 000 Euro teuren Zeppeline sind mit Kameras ausgestattet, die ihre Bilder in eine Kontrollstation auf dem Boden funken. Sehen die Polizisten dort etwa Überfälle und Schiessereien, können sie ihre Kollegen vor Ort alarmieren.

Die 15 Meter langen Luftschiffe aus südkoreanischer Produktion lassen sich vom Boden aus zu den Brennpunkten der südamerikanischen Stadt lenken. Venezuela ist den Vereinten Nationen zufolge das Land, in dem die meisten Menschen erschossen werden.

Kritiker bemängeln, dass die Zeppeline bei schlechtem Wetter oder nachts nicht funktionierten. Zudem befürchten sie, der linke Präsident Hugo Chavez könne das fliegende Auge auch zur Überwachung seiner Gegner nutzen.

Dem widersprach aber der Sicherheitschef des Bürgermeisters in Caracas, Ramon Morales Rossi. Auch für die Sicherheit des Zeppelins selbst sieht Rossi keine Gefahr: Er könne nicht von Kriminellen abgeschossen werden, weil seine Heliumbehälter aus mehreren Kammern bestünden. Ausserdem sei er ausserhalb der Reichweite normaler Waffen, ergänzte der Beamte. (sda)

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