Adecco-Manager im Visier: E-Mails werden überprüft
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Adecco-Manager im Visier: E-Mails werden überprüft

Der Personalvermittlungs-Konzern Adecco hat gestern die Bilanzpräsentation 2003 bereits zum zweiten Mal verschoben. Die Prüfung der Buchhaltung läuft weiter.

«Es ist tragisch, was da läuft. Die erneute Verschiebung nur einen Tag vor dem Termin erstaunt sehr», sagte gestern Rolf Kunz, Analyst bei der Zürcher Kantonalbank. Wie viele andere Wirtschaftsexperten überrascht ihn das Verhalten von Adecco. Die Personalvermittlungsfirma wollte ursprünglich die Jahreszahlen am 4. Februar publizieren. Der Termin wurde zunächst auf heute verschoben, weil eine externe Firma die Buchhaltung untersuchen sollte. Hintergründe wurden nie kommuniziert.

Adecco schrieb gestern, dass keine signifikanten Unterschlagungen gefunden worden sind. Trotzdem untersuchen externe Anwälte nun die

E-Mails der Manager. Insider munkeln, dass ein zweistelliger Millionenbetrag «verschwunden» ist. Das Unternehmen hat trotzdem erste Zahlen herausgegeben: Der Umsatz im ersten Quartal ist verglichen zum Vorjahr um 5% auf 3,8 Milliarden Franken gestiegen. Das Betriebsergebnis aber lag unter den Erwartungen. Der Kurs der Aktie sank gestern um bis zu 6,5%.

Beat Michel

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