Ski alpin: Adelboden: das wird ein tolles Skifest
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Ski alpinAdelboden: das wird ein tolles Skifest

Stahlblauer Himmel, pickelharte Piste und ausverkaufte Tribünen im Zielraum: das 3600-Seelendorf Adelboden ist für ein grosses Skifest mit bis zu 40 000 Zuschauern bereit. Daniel Albrecht und Kollegen müssen nur noch die passenden Resultate liefern.

von
Peter Haab
Adelboden

Morgen Samstag wird am Chuenisbärgli in Adelboden der Teufel los sein: Die Veranstalter erwarten für den wohl schwierigsten Riesenslalom der Saison nicht weniger als 25 000 Zuschauer, beim Slalom am Sonntag sollen es dann nochmals 15 000 sein.

Albrecht und Cuche als Schweizer Trümpfe

Und die Fans erwarten einiges von Daniel Albrecht und seinen Schweizer Mannschaftskollegen. Nach der Slalom-Schlappe von Anfang Woche in Zagreb sollen in Adelboden auch wieder Schweizer vom Podest herunter strahlen. Mit Didier Cuche und Daniel Albrecht, dem zweifachen Saisonsieger in der Disziplin Riesenslalom (Sölden und Alta Badia), haben die Schweizer zwei heisse Eisen im Feuer. Beim exklusiven Training des Schweizer Teams am letzten Wochenende war Daniel Albrecht am Chuenisbärgli das Mass aller Dinge. Selbst Didier Cuche verlor bei den Trainingsläufen regelmässig ein paar Zehntelsekunden auf den Teamleader.

Carlo Janka ist ebenfalls einiges zuzutrauen, obwohl er am letzten Wochenende wegen Krankheit nicht vom Adelboden-Training profitieren konnte. Nur bei Sorgenkind und Vorjahressieger Marc Berthod bleiben einige Fragezeichen. Der 25-jährige Bündner kämpft in Adelboden um einen Platz für die Ski-WM in Val d'Isère.

Alles ist bereit

Die Veranstalter mit Rennleiter Hans Pieren an der Spitze haben keine Mühen gescheut, um die Rennpiste am Chuenisbärgli optimal herzurichten. Die Weltcuppiste wurde schon vor Weihnachten mit Wasser behandelt und befand sich anschliessend in derart gutem Zustand, dass sie über die Feiertage wieder für die Ski-Touristen geöffnet werden konnte. Die anhaltend kalten Temperaturen garantierten, dass die Rennstrecke keinen gröberen Schaden nehmen würde.

Rennleiter Hans Pieren sprach denn auch von einer absolut problemlosen Vorbereitung: «Andere Jahre hatten wir mit Regen und Wärmeeinbrüchen zu kämpfen. In diesem Jahr lief aber alles ohne Probleme ab, und wir hatten schon früh genug Schnee für die optimale Präparierung.» Pieren auf die Frage, warum Adelboden als die schwierigste aller Riesenslalom-Pisten im Weltcup-Kalender gilt:«An dieser Strecke am Chuenisbärgli wurde nichts künstlich erbaut. Es gibt steile Hänge, die nach aussen neigen und schwierige Gelände-Übergänge, die den Fahrern alles abverlangen. Zudem ist die Einfahrt in den steilen Zielhang extrem schwierig.»

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