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Müll-KosovareAdemaj hat schon zwei Wohnungen abgelehnt

Bereits zwei Wohnungen wurden dem renitenten IV-Rentner Murtez Ademaj angeboten – doch beide lehnte er ab. Wie es nun weitergeht, scheint unklar.

von
Marlene Kovacs
Der Vermieter wird sich nun mit der Gemeinde und der Polizei in Verbindung setzen. Denn bereits zwei Wohnungen haben die Ademajs abgelehnt.

Der Vermieter wird sich nun mit der Gemeinde und der Polizei in Verbindung setzen. Denn bereits zwei Wohnungen haben die Ademajs abgelehnt.

«Ich habe sehr viel Zeit und Energie in die Wohnungssuche gesteckt», so Albert Ramaj, Leiter des Albanischen Instituts St. Gallen. Er wollte anfänglich der Familie von Murtez Ademaj helfen.

Doch der Müll-Kosovare stellte sich quer: Er hat bereits zwei Wohnungsangebote abgelehnt. «Die erste Wohnung wollte er nicht, weil sie ausserhalb von Bürglen war», so Ramaj. Aber auch als dem IV-Rentner eine Wohnung in Bürglen präsentiert wurde, lehnte Ademaj ab. «Die 4-Zimmerwohnung hätte wirklich gepasst. Und mit der Gemeinde und dem Vermieter war bereits alles abgesprochen», sagt Ramaj.

Wie es nun weitergehen soll scheint unklar. Denn sogar beim Albanischen Institut hat man nun die Nase voll. «Ich möchte mit der Sache nichts mehr zu tun haben», so Ramaj.

Auch bei der Gemeinde scheint sich Resignation einzustellen. «Man kann den Mann nicht zwingen, eine Wohnung anzusehen», so Gemeindepräsident Armin Eugster. Der Vermieter hätte nun alles in der Hand. Aber auch dieser scheint etwas ratlos zu sein. «Wir werden uns nun mit der Gemeinde und der Polizei absprechen müssen», so Bruno Lanter, der Vertreter des Vermieters.

Trotz Räumungsbefehl per Anfang Dezember, wohnt die Familie Ademaj noch immer in ihrem Haus.

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