Auch Bayern zittern lange: Adi Hütters Frankfurt blamiert sich im DFB-Pokal
Aktualisiert

Auch Bayern zittern langeAdi Hütters Frankfurt blamiert sich im DFB-Pokal

Die Eintracht scheitert beim Regionalligisten aus Ulm – auch die Bayern müssen lange zittern, dann rettet sie Lewandowski.

von
te/sda
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Er ist bedient: Der ehemalige YB-Trainer Adi Hütter verliert mit seinem Frankfurt bei einem Regionalligisten.

Er ist bedient: Der ehemalige YB-Trainer Adi Hütter verliert mit seinem Frankfurt bei einem Regionalligisten.

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Im DFB-Pokal jubelt der SSV Ulm aus der Regionalliga Südwest gegen den Bundesligisten.

Im DFB-Pokal jubelt der SSV Ulm aus der Regionalliga Südwest gegen den Bundesligisten.

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Auch die Bayern tun sich beim SV Drochtersen/Assel aus der vierthöchsten Liga lange schwer. Lewandowski schiesst nach über 80 Minuten das einzige Tor.

Auch die Bayern tun sich beim SV Drochtersen/Assel aus der vierthöchsten Liga lange schwer. Lewandowski schiesst nach über 80 Minuten das einzige Tor.

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Adi Hütters erfolgreiche letzte Saison bei YB ist bereits ganz weit weg: Als neuer Trainer von Eintracht Frankfurt setzt es für den Österreicher nach dem 0:5 im Supercup gegen Bayern München bereits die nächste Schlappe ab.

Der Titelverteidiger blamiert sich in der Startrunde des DFB-Pokals komplett. Beim Viertligisten SSV Ulm scheidet Hütters Mannschaft nach einem 1:2 aus.

Zum ersten Mal seit 22 Jahren wieder scheitert mit der Eintracht der Titelhalter des Vorjahres sogleich in der ersten Runde. Beim Ulmer Cup-Comeback nach 17 Jahren Pause trafen Steffen Kienle (48. Minute) und Vitalij Lux (75.) vor 18'440 Zuschauern im ausverkauften Donaustadion. Goncalo Paciencia gelang in der 90. Minute nur noch der Anschlusstreffer für Frankfurt.

Der Druck nimmt zu

Der Druck auf den Meistercoach der Berner des vergangenen Jahres wird damit weiter zunehmen. Die Gründe für das Scheitern der Frankfurter sind mehrschichtig. Zum einen konnte das Team seine grössere individuelle Klasse zu selten zeigen, zum anderen beklagten die Frankfurter auch Pech, zwei Tore wurden ihnen wegen Abseits aberkannt, zweimal rettete der Pfosten für die Ulmer.

Zuletzt war der 1. FC Kaiserslautern 1996 als Titelverteidiger in der ersten Runde gescheitert. Insgesamt ist Frankfurt nun der fünfte Verein nach Lautern, Werder Bremen (1994), Kickers Offenbach (1979) und dem Hamburger SV (1963), der als Pokalsieger in der ersten Runde ausscheidet.

Stuttgart draussen, Bayern mit Mühe

Neben der Eintracht Frankfurter scheiterte mit Stuttgart ein zweiter Bundesligist in der 1. Runde. Die Schwaben unterlagen dem Drittligisten Hansa Rostock mit 0:2.

Gleichzeitig tun sich auch die Bayern bei einem Viertligisten lange schwer. Gegen Drochtersen/Assel steht es bis in die 81. Minute torlos Unentschieden. Dann erlöst Robert Lewandowski den Meister doch noch.

Sein Tor ist der einzige Treffer. Münchens Coach Niko Kovac dürfte froh sein, die meisten seiner Stars nicht geschont zu haben. Ribery, Müller und Robben sind schlussendlich eben doch um ein Goal besser als Nagel, Goossen oder Neumann vom Club aus der Regionalliga Nord. Und vor allem sind die Bayern eine Runde weiter. Alles andere dürfte ihnen egal sein.

Schweizer sind weiter

Die für Bundesligisten am Samstag im Einsatz stehenden Schweizer kamen eine Runde weiter. Renato Steffen und Admir Mehmedi standen je eine Halbzeit lang für Wolfsburg beim Viertligisten Elversberg (1:0) im Einsatz. Goalie Gregor Kobel und Steven Zuber feierten mit Hoffenheim beim Drittligisten Kaiserslautern einen 6:1-Kantersieg.

Deutschland. Cup. 1. Runde (mit Klubs der 1. Bundesliga): Ulm (4.) - Eintracht Frankfurt (TV/ohne Fernandes/gesperrt) 2:1. Hansa Rostock (3.) - Stuttgart 2:0. Elversberg (4.) - Wolfsburg (mit Steffen/bis 46., mit Mehmedi/ab 46.) 0:1. Kaiserslautern (3.) - Hoffenheim (mit Zuber und Kobel) 1:6. Drochtersen/Assel (4.) - Bayern München 0:1. Worms (4.) - Werder Bremen 1:6. 1. CfR Pforzheim (5.) - Leverkusen 0:1. Erzgebirge Aue (2.) - Mainz 1:3. SV Linx (5.) - Nürnberg 1:2.

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