Grossbritannien: Adidas kriegt Rüge wegen Busen-Werbung
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GrossbritannienAdidas kriegt Rüge wegen Busen-Werbung

Mit entblössten Brüsten wollen die Markenbotschafter betonen, dass man Kleidung für alle Frauen herstellt. Die Kampagne sorgte für grosses Aufsehen. Offenbar störten sich jedoch einige auch an der Nacktheit.

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Mit der Kampagne «Support for Everything» sorgt Adidas seit diesem Frühjahr für Aufsehen. Darauf sind die entblössten Brüste von Frauen zu sehen. Die Marke will damit für mehr Diversität einstehen.

Mit der Kampagne «Support for Everything» sorgt Adidas seit diesem Frühjahr für Aufsehen. Darauf sind die entblössten Brüste von Frauen zu sehen. Die Marke will damit für mehr Diversität einstehen.

Adidas
Nun hat die britische Werbeaufsicht das Unternehmen zu mehr Vorsicht aufgerufen, nachdem es mehrere Beschwerden wegen der nackten Frauenkörper erhalten hat.

Nun hat die britische Werbeaufsicht das Unternehmen zu mehr Vorsicht aufgerufen, nachdem es mehrere Beschwerden wegen der nackten Frauenkörper erhalten hat.

AFP
Beim Sportartikelhersteller nimmt man die Kritik locker und verteidigt die Kampagne. So habe man die Identität der Frauen auf den Plakaten explizit geschützt.

Beim Sportartikelhersteller nimmt man die Kritik locker und verteidigt die Kampagne. So habe man die Identität der Frauen auf den Plakaten explizit geschützt.

REUTERS

Darum gehts

Die britische Werbeaufsicht (ASA) hat eine Aktion des Sportartikelherstellers Adidas für Sport-BHs kritisiert, weil darin nackte weibliche Brüste zu sehen sind. Das meldete die britische Nachrichtenagentur PA am Mittwoch.

In der Werbekampagne im Februar waren schachbrettartig die entblössten Oberkörper von Dutzenden Frauen verschiedenen Alters und verschiedener Hautfarbe abgebildet. Zu sehen waren jedoch nur die Torsos. Dazu hiess es: «Wir glauben, dass weibliche Brüste in allen Formen und Grössen Halt und Komfort verdienen.» Ein neuer Sport-BH werde daher in 43 verschiedenen Ausführungen angeboten. Die Kampagne war sowohl über Twitter als auch in Plakaten zu sehen.

Werbeaufsicht ruft Adidas zu mehr Feingefühl auf

Die Advertising Standards Authority (ASA), eine brancheneigene Aufsicht der Werbeindustrie, erhielt daraufhin 24 Beschwerden, unter anderem mit der Begründung, die Darstellung reduziere Frauen auf Körperteile und die Plakate könnten von Kindern gesehen werden.

Die Aufsicht entschied, dass die Bilder zwar nicht als pornografisch einzustufen seien oder Frauen zu Objekten herabstuften, aber wahrscheinlich als «explizite Nacktheit» wahrgenommen würden. Daher sei besondere Sorgfalt bei der Verbreitung angezeigt, «um zu vermeiden, dass bei den Menschen, die sie sehen, ein Ärgernis hervorgerufen wird», so die Begründung. Besonders für Kinderaugen seien die nackten Frauenbrüste nicht geeignet, befand die ASA.

Adidas betonte PA zufolge in einer Stellungnahme, die Gesichter der Models seien entfernt worden, um die Identität der Frauen zu schützen. Man stehe weiterhin zu der Botschaft der Kampagne. Es sei wichtig, dass die Aufsicht in erster Linie die Verbreitungsweise der Werbung kritisiert habe und nicht die Darstellung und ihre Botschaft selbst.

(DPA/pme)

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