Aebihus schliesst defintiv
Aktualisiert

Aebihus schliesst defintiv

Das Drogentherapiezentrum Aebihus/Maison Blanche in Leubringen schliesst aus finanziellen Gründen in seiner heutigen Form Mitte November wohl definititiv.

Die 30 Mitarbeitenden erhalten in diesen Tagen die Kündigung. Wegen der sich laufend verschlechternden Finanzlage habe der Stiftungsrat die Kündigungen beschlossen, heisst es in einer Mitteilung des Aebihus vom Dienstag.

Vom Entscheid betroffen sind 30 Angestellte, die rund 20 Vollzeitstellen besetzen, wie Dieter Feller von der Aebihus- Verwaltung auf Anfrage sagte.

Der Entwurf für einen Sozialplan liege vor. Mit den Stelleninhabern der Landwirtschaft, Schreinerei und der Staudengärtnerei seien Gespräche im Gange, mit dem Ziel, diese gut etablierten Betriebe in anderer Form weiterzuführen.

Der Rehabilitationsbetrieb mit den noch 15 Klienten soll bis Mitte November aufrechterhalten werden, Gespräche für eine Umplatzierung seien bereits geführt worden.

Die Ende August angekündigten Gespräche mit Bund und Kanton für eine Weiterführung des Aebihus hätten keine Lösungen gebracht, begründet der Stiftungsrat den Entscheid. Verschiedene Alternativprojekte, etwa eine Zusammenarbeit mit der Kinder- und Jugendpsychiatrie Neuhaus, würden trotzdem weiterverfolgt.

Die Drogenhilfe Aebihus/Maison Blanche hatte Ende August mitgeteilt, aus wirtschaftlichen Gründen die Schliessung in Betracht zu ziehen.

Die Änderung der Finanzierungspraxis und der Rollenteilung zwischen Bund und Kantonen hätten zu einer finanzellen Unterdeckung geführt. Wegen der Abnahme des Heroinkonsums sei der Betrieb weniger ausgelastet.

(sda)

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