Aktualisiert 04.08.2004 13:30

Ägäis: Panik nach Erdbeben

Ein Erdbeben hat Urlauber und Bewohner an der türkischen Ägäisküste in Angst versetzt. Die Erdstösse waren auch auf der griechischen Insel Kos zu spüren.

Die Erschütterungen gegen 06.00 Uhr morgens rissen viele Menschen aus dem Schlaf. Mehrere leichtere Nachbeben folgten. In Bodrum und Marmaris wurden mindestens sieben Menschen verletzt, die in Panik aus Fenstern oder von Balkonen sprangen, wie der Gouverneur von Bodrum, Osman Eksi mitteilte.

Das Epizentrum lag in der Bucht von Gökova. Die Istanbuler Kandilli-Erdbebenwarte gab die Stärke des Bebens mit 5,4 an, das Geodynamische Institut in Athen mass dagegen eine Stärke von 5,7.

In der Türkei waren neben Marmaris und Bodrum auch die Badeorte Didim, Fethiye und Datca betroffen. Viele Menschen rannten aus ihren Häusern und Hotels auf die Strassen. «Es begann mit einem Getöse, das sich anhörte, wie ein Soundeffekt in einem Film», sagte Adil Erdem, ein Einwohner von Datca. «Dann hat das Haus stark gewankt und wir sind sofort rausgerannt.»

Die Türkei liegt in einer seismologisch aktiven Region, in der regelmässig die Erde bebt. Im Nordwesten des Landes kamen 1999 bei zwei verheerenden Erdbeben etwa 18.000 Menschen ums Leben. (dapd)

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