Krieg im Nahost: Ägypten öffnet Grenze für Verletzte
Aktualisiert

Krieg im NahostÄgypten öffnet Grenze für Verletzte

Ägypten hat den Grenzübergang Rafah wieder für palästinensische Verletzte und für Hilfslieferungen in den Gazastreifen geöffnet.

Neun Verletzte aus dem Gazastreifen seien nach Ägypten gebracht worden, berichtete am Montag ein AFP-Reporter. Es war das erste Mal seit Beginn der israelischen Luftangriffe auf den Gazastreifen, dass verletzte Palästinenser über die Grenze nach Ägypten durften.

Im Gegenzug setzten sich von Ägypten aus mehrere Lastwagen in Bewegung, die Medikamente und Hilfsgüter in den Gazastreifen brachten.

Ägypten hatte ursprünglich bereits am Samstag, dem ersten Tag der israelischen Angriffe auf den Gazastreifen, den Grenzübergang Rafah für Verletzte geöffnet. Allerdings liess die Hamas nach Angaben aus Kairo keine Verletzten nach Ägypten ausreisen.

Die Palästinenserorganisation wollte so erzwingen, dass Ägypten den Grenzübergang ständig und nicht nur für Verletzte offen hält. Am Sonntag schloss Ägypten den Übergang in Rafah dann wieder - um ihn nun am Montag erneut für Verletzte zu öffnen.

Ban fordert mehr Engagement

In New York forderte UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon von der arabischen Welt ein entschlossenes Handeln gegen die Gewalt im Gazastreifen. Er sagte am Montag, er habe regionalen Führern in Gesprächen klar gemacht, dass sie «bisher nicht genug» getan hätten.

Zugleich forderte er die Aussenminister der arabischen Staaten auf, bei ihrer in Kürze abgehaltenen Dringlichkeitssitzung «schnell und entschieden» zu handeln, um Lage im Nahen Osten zu verändern.

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hatte Israel und die im Gazastreifen herrschende Hamas am Sonntag zu einem sofortigen Ende der Kämpfe aufgefordert. Bei israelischen Angriffen kamen nach palästinensischen Angaben im Gazastreifen seit Samstag mindestens 345 Menschen ums Leben, mehr als 1400 wurden verletzt.

(sda)

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