Reisen: Ägypten: «Zu viele Pyramiden»
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ReisenÄgypten: «Zu viele Pyramiden»

«In Indien gab es zu viel Curry»: Statt Strand und Sonne zu geniessen, nerven sich Schweizer über Bagatellen.

Einige Reiseveranstalter werden laut «Sonntag» immer häufiger mit skurrilen Klagen konfrontiert. «Warum musste ich immer Curry essen?», nervte sich ein Kunde nach einer Indienreise. Ein anderer schrieb nach seinem Ägypten-Trip: «Leider war die Rund­reise nicht gerade abwechslungsreich, das heisst: einfach zu viele Pyramiden.» Eine Reisende verlangte eine Rück­erstattung, weil in den Malediven der Sand nicht sauber war. «Es lagen zu viele Palmenblätter am Strand.» Solche Klagen seien nicht häufig, kämen aber immer wieder vor, sagt Kuoni-Sprecher Peter Brun.

Manchmal vergreifen sich Kunden auch im Ton. Auf Grund von Bagatellen sah sich Kuoni auch schon mit Aussagen wie etwa «Ihr seid die dümmsten Reiseveranstalter» oder «Ihr würdet besser Regenschirme verkaufen» konfrontiert. Kleinliche Klagen kommen öfter von Schnäppchenjägern als von Fünf-Sterne-Kunden. «Sie versuchen oft, so noch ein paar Franken zurückzuerhalten», sagt Brun. Zudem reklamieren Schweizer häufiger, wenn sie in Ländern waren, in denen der allgemeine Sauberkeitsstandard tiefer ist.

gal

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