Handschlag verweigert: Ägyptischer Judoka muss seine Sachen packen
Aktualisiert

Handschlag verweigertÄgyptischer Judoka muss seine Sachen packen

Weil sich Islam El Shehaby weigerte, seinem Gegner aus Israel nach dem Kampf die Hand zu geben, schickt der ägyptische Verband seinen Athleten kurzerhand nach Hause.

von
jof
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Ernüchterung pur: Der ägyptische Judoka Islam El Shehaby wird von seinem Verband wegen einer groben Unsportlichkeit nach Hause geschickt. Was war vorgefallen?

Ernüchterung pur: Der ägyptische Judoka Islam El Shehaby wird von seinem Verband wegen einer groben Unsportlichkeit nach Hause geschickt. Was war vorgefallen?

kein Anbieter/AP Photo/Markus Schreiber
El Shehaby verliert seinen Vorrundenkampf gegen den Israeli Ori Sasson. Dieser will dem Ägypter, wie beim Judo üblich, nach dem Kampf die Hand schütteln...

El Shehaby verliert seinen Vorrundenkampf gegen den Israeli Ori Sasson. Dieser will dem Ägypter, wie beim Judo üblich, nach dem Kampf die Hand schütteln...

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... doch El Shehaby weigert sich und stösst damit nicht nur seinen Gegner und seinen Verband vor den Kopf.

... doch El Shehaby weigert sich und stösst damit nicht nur seinen Gegner und seinen Verband vor den Kopf.

kein Anbieter/AP Photo/Markus Schreiber

Der ägyptische Judoka Islam El Shehaby ist vom Ägyptischen Olympischen Komitee von den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro nach Hause geschickt worden.

Shehaby hatte sich am vergangen Freitag geweigert, seinem israelischen Kontrahenten Ori Sasson nach dem verlorenen Kampf in der Klasse über 100 kg die Hand zu geben.

Die Verbeugungen vor dem Kampf und der Handschlag danach gehören bei Judo-Wettkämpfen zum Standard.

Für Ori Sasson nahmen die Spiele trotzdem ein versöhnliches Ende. Der Israeli besiegte im Kampf um Bronze den Kubaner Alex Maxell Garcia Mendoza und konnte für sein Heimatland die zweite Medaille an den Spielen in Rio gewinnen.

(jof/sda)

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