Aktualisiert 18.01.2018 13:45

Lebendes FossilÄltester Knochenhecht der Welt lebt im Zoo Basel

Mit fast fünfzig Jahren ist der Dinosaurier-Fisch im Zoo Basel der älteste seiner Art. 1971 zog der Knochenhecht im Aquarium ein, sein Geburtsdatum ist aber ein Rätsel.

von
sis
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Langschnauzen-Knochenhechte lebten schon zu Zeiten der Dinosaurier vor 125 Millionen Jahren.

Langschnauzen-Knochenhechte lebten schon zu Zeiten der Dinosaurier vor 125 Millionen Jahren.

Zoo Basel (Torben Weber)
Der Fisch-Senior aus dem Zolli ist gut fünfzig Jahre alt.

Der Fisch-Senior aus dem Zolli ist gut fünfzig Jahre alt.

Zoo Basel (Torben Weber)
Er ist zudem der einzige Fisch der Welt, der ein Hinterhauptsgelenk besitzt. Dadurch kann er den Kopf schwenken und seine Beute im Vorbeischwimmen schlagen.

Er ist zudem der einzige Fisch der Welt, der ein Hinterhauptsgelenk besitzt. Dadurch kann er den Kopf schwenken und seine Beute im Vorbeischwimmen schlagen.

Zoo Basel (Torben Weber)

Das genaue Geburtsdatum des Langschnauzen-Knochenhechtes kennt niemand. Sicher ist nur, dass er im Jahr 1971 als 40 Zentimeter langer Jungfisch in den Zoo Basel kam. Laut der Datenbank Fisch-Base ist er der älteste bekannte Knochenhecht der Welt.

In der Natur werden die grimmig aussehenden Fische normalerweise nicht älter als 20 Jahre, wie es in einer Mitteilung des Zoos heisst. Der schwimmende Methusalem aus dem Zolli ist daher ein echtes lebendes Fossil. Mittlerweile weist er eine Länge von mehr als einem Meter auf. Das Leben im Basler Aquarium scheint ihm also bestens zu bekommen.

«Zeitgenosse der Dinosaurier»

Knochenhechte lebten schon zur Zeit der Dinosaurier vor 125 Millionen Jahren. Seitdem haben sie sich kaum verändert und weisen noch heute urtümliche Fischmerkmale auf. In der freien Natur leben sie vor allem in den Gewässern der USA zwischen dem Erie-See und Florida.

Der Knochenhecht ist zudem der einzige Fisch, der ein Hinterhauptsgelenk besitzt. Dadurch kann er mit dem Kopf nicken und ihn seitlich schwenken. So erklärt sich auch seine spezielle Jagdmethode: Beute fängt er beim Vorbeischwimmen, indem er seitlich mit seinem langgezogenen und mit spitzen Zähnen besetzten Maul zuschlägt.

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