Ältester Todeskandidat in den USA hingerichtet
Aktualisiert

Ältester Todeskandidat in den USA hingerichtet

Im US-Bundesstaat Alabama ist ein 74-jähriger Mörder hingerichtet worden. Es handelte sich um den ältesten Todeszelleninsassen des Bundesstaates.

Nach US-Medienberichten starb der Mann durch eine Giftspritze. Stunden vor der geplanten Hinrichtung hatten die Anwälte von James Hubbard alle Hebel in Bewegung gesetzt, um sein Leben zu retten. Das Bundesberufungsgericht in Alabamas Hauptstadt Montgomery hatte es am Mittwoch abgelehnt, die Vollstreckung des Urteils zu verschieben.

Auch der Oberste Gerichtshof in Washington und der Gouverneur von Alabama hatten sich gegen einen Aufschub ausgesprochen. Nach Meinung der Anwälte war Hubbard zu alt und zu krank, um hingerichtet zu werden.

Der Mann leide an Demenz. Ein Anwalt argumentierte, die Hinrichtung wäre eine «grausame» Bestrafung. Hubbard sei in der 27-jährigen Haft an Krebs, Hepatitis und Demenz erkrankt.

Hubbard hatte 1977 die 62-jährige Lillian Montgomery ermordet. Er hatte sich mit der Frau angefreundet, nachdem er eine frühere Haftstrafe wegen Mordes verbüsst hatte. Nach Angaben der Zeitung «USA Today» war Hubbard der älteste Verurteilte in den USA, gegen den seit Wiedereinführung der Todesstrafe 1976 ein Todesurteil vollstreckt wurde. (sda)

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