Nach CL-Pleite gegen PSG - Ärger bei Bayern – verlässt Trainer Flick die Münchner im Sommer?
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Nach CL-Pleite gegen PSGÄrger bei Bayern – verlässt Trainer Flick die Münchner im Sommer?

Nicht erst seit der 2:3-Niederlage im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League brodelt es bei Bayern München hinter den Kulissen. Ein Machtkampf zwischen Trainer Hansi Flick und Sportchef Hasan Salihamidzic droht.

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Bayern-Trainer Hansi Flick lässt seine Zukunft offen.

Bayern-Trainer Hansi Flick lässt seine Zukunft offen.

Bernd Feil/M.i.S./Pool
Nach der 2:3-Niederlage gegen PSG ist die Stimmung in München angespannt.

Nach der 2:3-Niederlage gegen PSG ist die Stimmung in München angespannt.

Bernd Feil/M.i.S./Pool
Flick und Salihamidzic sind in Sachen Transfers nicht einer Meinung.

Flick und Salihamidzic sind in Sachen Transfers nicht einer Meinung.

Pressefoto Rudel/Robin Rudel/Poo

Darum gehts

  • Nach der Niederlage gegen PSG herrscht Unruhe bei Bayern München.

  • Trainer Hansi Flick ist unzufrieden mit seiner Rolle.

  • Möglich, dass der Deutsche die Bayern Ende Saison verlässt – trotz Vertrag bis 2023.

  • Eine Rückkehr zur deutschen Nationalmannschaft wird immer wahrscheinlicher.

Über zwei Jahre war es her, dass Bayern München letztmals ein Champions-League-Spiel verloren hatte. Im März 2019 unterlagen die Deutschen im Achtelfinal-Rückspiel dem FC Liverpool mit 1:3. Die Bilanz seither: 19 Spiele, 18 Siege! Bis zum gestrigen Mittwochabend, dieses Mal ist es ein Champions-League-Viertelfinal.

Dabei sind die Münchener das bessere Team, erarbeiten sich Chancen in Hülle und Fülle. Am Schluss ist es ein von den Superstars Neymar und Mbappé angeführtes PSG, das sich mit einem 3:2-Sieg eine hervorragende Ausgangslage fürs Rückspiel in Paris verschafft. An der Säbener Strasse ist dafür plötzlich richtig Feuer unterm Dach!

Schon vor dem Spiel verkündet Bayern-Sportchef Hasan Salihamidzic, dass der Ende Saison auslaufende Vertrag mit Jérôme Boateng (32) nicht verlängert wird. Dabei gehört der Innenverteidiger in dieser Saison unter Trainer Hansi Flick zum unbestrittenen Stammpersonal.

Flick sauer auf Salihamidzic

Nach der 2:3-Pleite ist es dann Flick selbst, der nochmals ordentlich Öl ins Bayern-Feuer giesst. An der Pressekonferenz nach dem Spiel meint der Bayern-Trainer, angesprochen auf den Boateng-Abgang: «Ich muss hier professionell den Fragen antworten. Ich muss aber nicht immer alles beantworten. Ich muss auch ein bisschen schauspielern.»

Flick soll mächtig sauer sein, weil er sich bei Transfers mehr Mitspracherecht wünscht. Darüber entscheidet aktuell aber der Vorstand um Karl-Heinz Rummenigge und eben Sportchef Salihamidzic. Dabei ist das Verhältnis zwischen «Brazzo» und Flick schon länger angespannt. Grund: Bei der Suche nach einem Nachfolger für Nati-Trainer Jogi Löw soll Flick der Wunschkandidat des DFB sein. Der Bayern-Trainer war vor seinem Engagement über zehn Jahre als Co-Trainer und Sportchef für die deutsche Nationalmannschaft tätig gewesen.

Dabei war die Münchner Welt am Wochenende eigentlich noch ganz in Ordnung. Auswärts bei Verfolger Leipzig gabs für den deutschen Rekordmeister einen knappen 1:0-Sieg zu bejubeln. Mit neu sieben Punkten Vorsprung auf Rang zwei ist der neunte Meistertitel in Serie wohl in trockenen Tüchern. In seinen gerade einmal eineinhalb Jahren an der Seitenlinie der Bayern wäre es für Flick der siebte und vielleicht letzte Titel. Spätestens nach gestern stehen die Zeichen eher auf Abschied. Denn trotz eines Vertrags bis 2023 lässt der Bayern-Trainer Reporter-Fragen zu seiner Zukunft schon länger unbeantwortet.

(law)

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