Aktualisiert 14.11.2011 20:58

Kinderwagen-VerbotÄrger für eine kunstinteressierte Familie

Weil Kinderwagen im Museum für Gestaltung verboten seien, wurden die Eltern mit dem im Wagen schlafenden Sohn weggeschickt.

von
Deborah Sutter
Wegen Kinderwagen-Verbot: Der 2-jährige Samir durfte nicht ins Museum für Gestaltung. (SUT)

Wegen Kinderwagen-Verbot: Der 2-jährige Samir durfte nicht ins Museum für Gestaltung. (SUT)

Familie Kunzi musste am Samstag ihren geplanten Besuch einer Kunstausstellung abblasen. «Wir wollten mit unserem 2-jährigen Samir, der im Kinderwagen schlief, ins Museum für Gestaltung», erzählt Martin Kunzi. «Da wies uns die Aufsichtsperson weg: Kinderwagen seien verboten.» Er ist stocksauer: «Es waren kaum Besucher da, die Gänge sind drei bis fünf Meter breit und wie sonst sollten wir mit schlafendem Kind die Ausstellung besuchen?»

Beim Museum für Gestaltung entschuldigt man sich für den Vorfall: «Das war ein Fehler unsererseits – trotz eines entsprechenden Verbotsschilds ist die betreffende Ausstellung in der Halle mit dem Kinderwagen passierbar», sagt Direktor Christian Brändle. Je nach Situation und Art der Ausstellung müssten Kinderwagen aber aus Sicherheitsgründen draussen bleiben. Andere Zürcher Museen sind kulanter: «Kinderwagen sind bei uns erlaubt – nur Schoppen oder Babyguetzli müssen draussen bleiben», sagt Kristin Steiner, Sprecherin des Kunsthauses Zürich. Auch das Landesmuseum gibt sich kinderfreundlich. Betriebsleiter Christoph Stuehn: «Wer etwa mit einem für unsere Räume zu breiten Drillingswagen vorbeikommt, kann auf schmale Kinderwagen aus unseren Beständen umsteigen.»

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