Nidwaldner Pendler: Ärger über schlechteren Fahrplan
Aktualisiert

Nidwaldner PendlerÄrger über schlechteren Fahrplan

Pendler aus Stansstad in Richtung Zug und Zürich sind die grossen Verlierer des neuen Fahrplans. Der Ärger ist riesig – bereits wurde eine IG gegründet.

von
Daniela Gigor
Stansstad: Die Fahrten nach Zürich und Zug dauern länger. (Bild: ras)

Stansstad: Die Fahrten nach Zürich und Zug dauern länger. (Bild: ras)

«Ich pendle seit über zehn Jahren nach Zürich – und noch nie wurde uns eine solche Mogelpackung als Fortschritt verkauft», ärgert sich Landrat Thomas Wallimann (Grüne) aus Stansstad. Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember würden die Verbindungen der Zentralbahn (ZB) besonders für Pendler aus Stansstad und Ennetbürgen in Richtung Zug-Zürich massiv schlechter. «Pro Tag werde ich durch die Wartezeiten 40 Minuten länger unterwegs sein, weil im neuen Fahrplan die Shuttlezüge Stans–Hergiswil ersatzlos gestrichen wurden», so Wallimann. Er hat jetzt zusammen mit andern Betroffenen die Interessen­gemeinschaft IG ZB-Pendler gegründet und fordert die ZB und den Kanton als Leistungsbesteller auf, für gut funk­tionierende Verbindungen zu sorgen.

Für Hanspeter Schüpfer, den ÖV-Verantwortlichen des Kantons Nidwalden, ist der plötzliche Aufruhr nicht ganz verständlich, weil der Fahrplanentwurf bereits im Juli ­publiziert worden sei. Schüpfer zeigt dennoch Verständnis für den Ärger der Betroffenen: «Es ist immer schlecht, wenn man gute Verbindungen wegen veränderter Rahmenbedingungen ändern muss.»

ZB-Marketing- und Verkaufsleiter Ivan Buck gibt zu: «Die Kunden aus Stansstad, die nach Zug oder Zürich pendeln, sind leider die Verlierer des neuen Fahrplans.» Er hält aber fest, dass 80 bis 90 Prozent aller ZB-Kunden vom ­neuen Fahrplan profitieren würden.

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