Obwalden: Ärger wegen Asylzentrum bei Schule
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ObwaldenÄrger wegen Asylzentrum bei Schule

In Alpnach OW stösst das geplante Bundeszentrum für Asylsuchende auf Widerstand. Nun schlägt die Obwaldner Regierung einen anderen Standort vor.

Nicht das Truppenlager Kleine Schliere in Alpnach OW soll es sein, sondern das Flugplatz-Areal in Alpnach: Das Bundeszentrum für Asylsuchende müsse an einem anderen Standort realisiert werden findet die Obwaldner Regierung. Damit reagiert sie auf den Widerstand aus der eigenen Bevölkerung.

Am 10. Januar hatte das Eidg. Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) dem Obwaldner Regierungsrat und dem Einwohnergemeinderat Alpnach die Absicht mitgeteilt, das Truppenlager Kleine Schliere in Alpnach als Bundesasylzentrum zu nutzen. Dies solle ab Juni 2013 während drei Jahren als solches verwendet werden. Höchstens hundert Asylbewerber sollen dort gleichzeitig untergebracht werden.

Bundesasylzentrum in Zürich

Nun aber ersucht der Obwaldner Regierungsrat das VBS und das Bundesamt für Migration (BFM), diesen Entscheid «in Wiedererwägung zu ziehen», wie er am Montag mitteilte. Grund: Der Standort sei mit einem hohen Konfliktpotential beladen.

«Reibungsloser Betrieb ein grosses Anliegen»

Das Truppenlager Kleine Schliere befindet sich nahe am Dorfkern, in einem Wohngebiet und in der Nähe einer Schulanlage. Die geplante Umnutzung des Truppenlagers in ein Bundesasylzentrum stosse bei der Bevölkerung in Alpnach und insbesondere bei der unmittelbaren Nachbarschaft nicht auf Akzeptanz, sondern auf Widerstand, schreibt die Regierung.

Als mögliche Alternative schlägt der Regierungsrat deshalb das Areal des Flugplatzes in Alpnach vor. Denn, so hält er fest: Grundsätzlich unterstütze er die Strategie des Bundes, die Asylverfahren zu beschleunigen und zu diesem Zweck Bundesasylzentren zu eröffnen.

Sollte der Bund an der Eröffnung eines Bundesasylzentrums in Alpnach festhalten, ist der Obwaldner Regierung ein «reibungsloser Betrieb ein grosses Anliegen». Sie erwartet ein gut funktionierendes Sicherheits- und Betreuungskonzept, das Gemeinsam mit den zuständigen Stellen des Kantons und der Gemeinde erarbeitet wird. (sda)

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