Aktualisiert 18.08.2019 08:31

Kurioser FallÄrzte finden Knochen in Penis

Ein Patient lässt sich nach einem Unfall untersuchen. Die Röntgenaufnahmen zeigen keine Knochenbrüche – dafür Knochen, dort, wo es keine haben sollte.

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Nach einem Sturz meldete sich ein 63-jähriger Mann im Spital. Die Röntgenaufnahme zeigte keine Knochenbrüche - dafür eine plaqueartige Verkalkung in seinem Penis, eine sogenannte Penisverknöcherung.

Nach einem Sturz meldete sich ein 63-jähriger Mann im Spital. Die Röntgenaufnahme zeigte keine Knochenbrüche - dafür eine plaqueartige Verkalkung in seinem Penis, eine sogenannte Penisverknöcherung.

Urology Case Reports
In der Fachliteratur sind bislang nur 40 solcher Fälle beschrieben. Die Verknöcherung tritt meistens in Zusammenhang mit der Peyronie-Krankheit auf.

In der Fachliteratur sind bislang nur 40 solcher Fälle beschrieben. Die Verknöcherung tritt meistens in Zusammenhang mit der Peyronie-Krankheit auf.

Urology Case Reports

Ein 63-jähriger Mann meldete sich in der Notaufnahme eines Spitals mit starken Schmerzen im linken Knie. Der Patient mit Alkoholabhängigkeit in seiner Vorgeschichte erzählte den Ärzten, er sei auf der Strasse gestürzt und dabei auf sein Gesäss gefallen. Er habe sich nicht den Kopf angeschlagen, befürchte aber, er könnte sich einen Knochen gebrochen haben, sagte der Patient.

Die Mediziner machten daraufhin eine Röntgenaufnahme des Beckens, entdeckten jedoch keinen einzigen Knochenbruch. Stattdessen fiel ihnen aber der Penis des Mannes auf: Auf den Aufnahmen entdeckten die Ärzte, dass sich im Geschlechtsteil Knochengewebe gebildet hatte.

Patient liess sich nicht behandeln

Wie «Science Direct» berichtet, vermuteten die Ärzte, dass der Patient an einer Penisverknöcherung leide, bei der sich Kalziumkristalle im Penis ablagern und eine plaqueartige Verkalkung bilden. Gefragt, gibt der Mann auch zu, Schmerzen in seinem Penis zu haben.

Eine sogenannte Penis-Ossifikation ist eine relativ seltene Erkrankung. In der Fachliteratur sind bislang nur 40 solcher Fälle beschrieben. Die Verknöcherung tritt meistens in Zusammenhang mit der Peyronie-Krankheit auf. Dabei kommt es zu einer stärkeren Krümmung des erigierten Penis aufgrund einer Gewebeverdickung. Stoffwechselerkrankungen, Penis-Verletzungen und Geschlechtskrankheiten wie Syphilis und Gonorrhö können ebenfalls dazu führen, dass sich Kalzium im Penis ablagert.

Die Behandlung der Penisverknöcherung hängt vom Ausmass der Verknöcherung und den Symptomen des Patienten ab. Patienten mit akuten oder chronischen Schmerzen können mit Schmerzmittel behandelt werden. In Fällen von Erektionsbeschwerden könnte eine Stosswellentherapie in Frage kommen.

Der 63-Jährige verweigerte jedoch jegliche Therapie. Gegen ärztlichen Rat entschied er, keine weitere Untersuchungen durchführen zu lassen und verliess das Spital.

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