Ärzte rekonstruieren Hand
Aktualisiert

Ärzte rekonstruieren Hand

Das bei einem Sprengstoffanschlag in einer Kirche in Norditalien verletzte Mädchen ist auf dem Weg der Besserung. Ärzte haben drei Finger der linken Hand rekonstruieren können.

Der Bombenanschlag im Dom von Motta di Livenza in Venetien wird dem «italienischen Unabomber» zugeschrieben. Dieser terrorisiert den Nordosten Italiens seit 1994 mit einer Reihe ähnlicher Anschläge.

Die Bombe war am Sonntag kurz nach der Messe explodiert. Dabei war auch eine Frau von Plastiksplittern im Gesicht verletzt worden.

Die Sechsjährige müsse künftig noch mehrere kleine Operationen an der Hand über sich ergehen lassen, erklärten ihre Ärzte. «Wenn ich den finde, dann zeig ich's ihm. Sowas tut man nicht», sagte das Mädchen.

Die Ermittler fahnden bereits seit gut einem Jahrzehnt nach dem «Unabomber». Mittlerweile würden 240 Verdächtige von den Ermittlern ständig überwacht, am Sonntag seien drei Häuser durchsucht worden, hiess es am Montag.

Der Täter versteckt die Bomben in Alltagsgegenständen und wird für Dutzende Attentate verantwortlich gemacht. Bereits 2001 hatte er auf dem Friedhof von Motta di Livenza eine Bombe in einer Kerze versteckt, bei deren Explosion eine 63-jährige Frau schwer verletzt wurde.

«Unabomber» war ursprünglich ein ehemaliger Mathematik-Professor genannt worden, der in den USA fast 20 Jahre lang Paketbomben verschickte - hauptsächlich an Universitäten und Airlines, weshalb das FBI ihm den Namen «Unabomber» gab. Drei Menschen wurden bei den Anschlägen getötet, fast 30 schwer verletzt. Der Täter war 1998 zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

(sda)

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