Aktualisiert 15.05.2007 13:28

Ärzte schraubten Kopf wieder an

Und manchmal geschehen doch Wunder. Das sagen Ärzte zum Schicksal der 30-jährigen Shannon Malloy. Bei einem Unfall am 25. Januar 2007 in Nebraska wurde ihr Schädel von der Wirbelsäule getrennt.

«Ich erinnere mich an den Aufprall und dann hatte ich keine Kontrolle mehr über meinen Kopf. Über den Schmerz dachte ich gar nicht nach, ich dachte nur: Ich muss am Leben bleiben.»

Dieser Zustand wird medizinisch innere Decapitation (=Enthauptung) genannt, berichtet Dr. Gary Ghiselli, ein Chiropraktiker am Denver Spine Center. Er ist überzeugt, dass nur Malloys Lebenswille sie gerettet habe. Es ist ein Wunder. Denn nur Haut und Muskeln hielten den Kopf noch am Körper, berichtet krone.at.

Fünf Schrauben wurden in Malloys Schultern hineingebohrt, vier weitere in ihren Kopf, um diesen zu stabilisieren. Nicht gerade etwas, was man eine schmerzfreie Prozedur nennt.

«Mein Schädel rutschte ungefähr fünf Mal von meinen Schultern, als die Ärzte versuchten mich mit der Apparatur zu verschrauben.»

Zwei Wochen lang stand das Leben der 30-Jährigen auf Messers Schneide. Heute kann sie wieder sprechen, muss jedoch das Schlucken neu lernen. Auch ihr Sehvermögen ist noch beeinträchtigt. Trotzdem ist Shannon zuversichtlich dass sie wieder kerngesund wird.

(pat)

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