Wie gehts dem Kind?: Ärzte tickern live aus dem Operationssaal

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Wie gehts dem Kind?Ärzte tickern live aus dem Operationssaal

Liegt der Liebste auf dem OP-Tisch, ist das Warten für die Angehörigen das Schlimmste. In Florida verschafft ihnen das Ärzte-Team nun Erleichterung – mithilfe von SMS.

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Läuft alles nach Plan? Wieso dauert das so lange? Gibt es Komplikationen? Fragen wie diese schiessen einem durch den Kopf, wenn man dazu verdammt ist, vor dem Operationssaal zu warten. Und man weiss: Eine Antwort darauf gibt es erst sehr viel später – eben dann, wenn die Ärzte ihre Arbeit verrichtet haben, was manchmal Stunden dauert.

Um der quälenden Warterei ein Ende zu setzen, haben Mediziner vom Herzzentrum des Arnold Palmer Hospital for Children gemeinsam mit Technikern eine App entwickelt, mit deren Hilfe Eltern während eines Eingriffes auf dem Laufenden gehalten werden können.

Multimediale Informationsflut

Auf Knopfdruck lassen sich mit der Electronic Access to Surgical Events App (abgekürzt ease, zu deutsch «beruhigen») Informationen, Bilder und Videos aus dem OP auf die Smartphones der Angehörigen senden. Das Ziel ist – wie der Name der App schon sagt – sie zu beruhigen.

Damit die äusserst privaten Informationen nicht in falsche Hände geraten, sind die OP-Botschaften laut den Verantwortlichen genauso sicher verschlüsselt wie bei Banktransaktionen. Zudem werden die versendeten Daten – ähnlich wie bei Snapchat – nicht gespeichert, sondern nach 45 Sekunden gelöscht.

Ob und wann eine solche App auch in unseren Breitengraden erhältlich sein wird, ist noch offen.

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