Kanton Freiburg – Ärztin soll Bleichmittel gegen Corona an Patientinnen abgegeben haben
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Kanton Freiburg Ärztin soll Bleichmittel gegen Corona an Patientinnen abgegeben haben

Die Hausärztin aus dem Sensebezirk hat nun eine Untersuchung am Hals. Und ihr droht eine Suspendierung durch die Ethikkommission.

von
Lucas Orellano
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Weil sie Falschinformationen verbreitete und Bleichmittel als Corona-«Medikament» abgab, droht einer Freiburger Ärztin die Suspendierung. (Symbolbild)

Weil sie Falschinformationen verbreitete und Bleichmittel als Corona-«Medikament» abgab, droht einer Freiburger Ärztin die Suspendierung. (Symbolbild)

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Sollte sich der Vorwurf bestätigen, wäre das ein Verstoss gegen das Heilmittelgesetz. Chlordioxid ist nicht als Heilmittel zugelassen, eine Einnahme kann gefährliche Folgen haben. Die Abgabe an Patientinnen und Patienten ist verboten. (Symbolbild)

Sollte sich der Vorwurf bestätigen, wäre das ein Verstoss gegen das Heilmittelgesetz. Chlordioxid ist nicht als Heilmittel zugelassen, eine Einnahme kann gefährliche Folgen haben. Die Abgabe an Patientinnen und Patienten ist verboten. (Symbolbild)

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Darum gehts

Eine Hausärztin aus dem Kanton Freiburg soll das Bleichmittel Chlordioxid an mindestens zwei Patientinnen abgegeben haben. Und zwar als «Heilmittel» gegen das Coronavirus, wie das «Regionaljournal» von SRF berichtet. Nun läuft gegen die Frau aus dem Sensebezirk eine administrative Untersuchung.

Denn sollte sich der Vorwurf bestätigen, wäre das ein Verstoss gegen das Heilmittelgesetz. Chlordioxid ist nicht als Heilmittel zugelassen; eine Einnahme kann gefährliche Folgen haben. Die Abgabe an Patientinnen und Patienten ist verboten.

Beschwerden bei Corona-Hotline

Die Ärztin hatte zuvor bereits eine Verwarnung von Kantonsarzt Thomas Plattner erhalten. Dies, weil sie gegenüber Patientinnen und Patienten auf eine Art gegen die Corona-Impfstoffe gewettert hatte, die keinen wissenschaftlichen Standards entspricht. Verschiedene Personen hatten sich danach bei der Freiburger Corona-Hotline gemeldet, wie SRF weiter berichtet.

Fake News zu Corona

Kantonsarzt nicht informiert

Im aktuellen Fall sei der Kantonsarzt allerdings wochenlang nicht informiert worden. Wieso, ist derzeit Gegenstand einer internen Abklärung. Er sehe keinen Grund, jetzt unmittelbar zu reagieren, sagt Plattner: Es bestehe keine akute Gefährdung für ihre Patientinnen und Patienten. Er habe ihr allerdings noch einmal geschrieben und sie ermahnt, sie solle mit den mutmasslichen Verstössen aufhören. Zudem habe er ein administratives Verfahren eingeleitet.

Das reicht Philippe Otten vom Verband «Ärztinnen und Ärzte Freiburg» aber nicht. «Man muss die Patientinnen und Patienten vor Ärztinnen und Ärzten, die offenbar gefährliche, giftige und verbotene Dinge tun, schützen», sagt er zu SRF. Die Ärztevereinigung will darum die betreffende Medizinerin vor die Ethikkomission zitieren und sie suspendieren lassen.

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