Kontroverse auf Twitter – Ärztin warnt vor «überfülltem» Kinderspital – Leitung dementiert
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Kontroverse auf Twitter Ärztin warnt vor «überfülltem» Kinderspital – Leitung dementiert

Auf der Intensivstation herrsche Krieg und es hätten sogar Kinder abgewiesen werden müssen. Tatsächlich häufen sich Atemwegserkrankungen aufgrund eines saisonalen Virus.

von
Patrick McEvily
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Am Kinderspital Zürich herrscht reger Betrieb. Besonders viele Kinder werden derzeit wegen einer Ansteckung mit dem sogenannten RS-Virus eingeliefert.

Am Kinderspital Zürich herrscht reger Betrieb. Besonders viele Kinder werden derzeit wegen einer Ansteckung mit dem sogenannten RS-Virus eingeliefert.

20min/Marco Zangger
Das saisonale Virus kann bei einem bis zwei Prozent der Kleinkinder, die sich damit anstecken, zu akuter Atemnot führen.

Das saisonale Virus kann bei einem bis zwei Prozent der Kleinkinder, die sich damit anstecken, zu akuter Atemnot führen.

REUTERS
Das RS-Virus zirkuliert jedes Jahr. Ein Verantwortlicher aus dem Kanton Graubünden äussert gegenüber Watson die Vermutung, dass sich derzeit besonders viele Kinder anstecken würden, weil eine Ansteckungswelle letztes Jahr aufgrund der Corona-Schutzmassnahmen ausblieb.

Das RS-Virus zirkuliert jedes Jahr. Ein Verantwortlicher aus dem Kanton Graubünden äussert gegenüber Watson die Vermutung, dass sich derzeit besonders viele Kinder anstecken würden, weil eine Ansteckungswelle letztes Jahr aufgrund der Corona-Schutzmassnahmen ausblieb.

20min/François Melillo

Darum gehts

  • Auf Twitter gibt eine Ärztin an, dass das Kinderspital Zürich derzeit völlig überfüllt sei.

  • Die Lage sei so schlimm, dass sogar Kinder hätten abgewiesen werden müssen.

  • Das stimme nicht, sagt das die Spitalleitung. Das medizinische Personal behandle zur Zeit jedoch tatsächlich viele Kinder. Schuld daran sei ein saisonales Virus, sagen Insiderinnen und Insider.

Auf Twitter rumort es am Mittwoch, weil das Kinderspital Zürich aufgrund fehlender Kapazitäten ein Kind abgewiesen haben soll. Eine Ärztin hatte sich mit folgendem Tweet an ihre Followerinnen und Follower gewendet.

Der Tweet wurde über 160 Mal geteilt; mehrere Userinnen und User zeigten sich empört über die Situation. Wie «Watson» nun schreibt, stimme die Aussage jedoch nicht. Kinder seien definitiv keine weggewiesen worden, heisst es von Insiderinnen und Insidern aus dem Spital. Stattdessen habe man mit anderen Spitälern und Kliniken zusammengearbeitet und Patientinnen und Patienten – wenn nötig – verschoben.

RSV-Infektionen bei Kleinkindern

In einer offiziellen Stellungnahme erklärt das Spital, dass es derzeit stark ausgelastet sei. Angestellte, die mit «Watson» gesprochen haben, gaben an, dass dafür das RS-Virus verantwortlich sei. Dabei kommt es zu einer saisonalen Infektion, die eine Reduzierung der Atemleistung auslösen kann.

Ein Experte aus dem Kanton Graubünden legt gegenüber «Watson» die Vermutung nahe, dass dieses Virus im vergangenen Jahr aufgrund der Schutzmassnahmen im Rahmen der Corona-Pandemie nicht zirkulieren konnte und darum nun um so stärker grassiere.

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