Aktualisiert 16.03.2017 19:33

«Extrem beängstigend»

Ätna bricht aus – Glutteile verletzten zehn Wanderer

Der Vulkan auf Sizilien hat eine bis zu 200 Meter hohe Lava-Fontäne ausgestossen. 10 Personen wurden vom Auswurfsmaterial getroffen.

von
mch

Vulkanausbruch auf Sizilien: Der Ätna spuckt eine 200 Meter hohe Lava-Fontäne aus. (Video: Tamedia/AFP)

Europas höchster aktiver Vulkan spuckt wieder Lava: Der Ätna auf Sizilien brach am Donnerstag aus - und versetzte eine Wandergruppe in Angst und Schrecken. Zehn Menschen wurden durch herumfliegende Fels- und Glutteile verletzt, alle konnten sich letztlich retten. Die Eruption liess eine bis zu 200 Meter hohe Lava-Fontäne in den Himmel schiessen, wie das vulkanologische Institut Italiens (INGV) mitteilte.

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200 Meter hohe Lava-Fontäne: Der Ausbruch des Ätna. (16. März 2017)

200 Meter hohe Lava-Fontäne: Der Ausbruch des Ätna. (16. März 2017)

Keystone/Salvatore Allegra/AP
Beim aktuellen Ausbruch sind mehrere Personen verletzt worden: Eine Nahaufnahme des Ausbruchs. (16. März 2017)

Beim aktuellen Ausbruch sind mehrere Personen verletzt worden: Eine Nahaufnahme des Ausbruchs. (16. März 2017)

Keystone/Salvatore Allegra/AP
Die Verletzten sind in die umliegenden Spitäler gebracht worden.

Die Verletzten sind in die umliegenden Spitäler gebracht worden.

Keystone/Salvatore Allegra/AP

Unter den Ausflüglern, die auf dem Ätna von der Eruption überrascht wurden, war auch die BBC-Wissenschaftskorrespondentin Rebecca Morelle. Sie sei «sehr erschüttert, es war extrem beängstigend», schrieb sie im Kurzbotschaftendienst Twitter. Mitglieder der Gruppe hätten leichtere Schnitt-, Stoss- und Brandverletzungen erlitten.

Vulkanologe: Gefährlichstes Erlebnis in 30 Jahren

Morelle berichtete von einer «mächtigen Explosion», die möglicherweise durch das Zusammentreffen glühender Lava mit Schnee verursacht worden sei. Die Gruppe sei in Panik geflohen: «Einen Berg herabrennen, mit Felsen beschossen werden, glühenden Steinen und brodelndem Dampf ausweichen - das ist kein Erlebnis, dass ich jemals wiederholen möchte.»

Die BBC-Journalistin berichtete weiter, dass ein Vulkanologe, der Teil der Gruppe war, den Ausbruch als gefährlichstes Erlebnis seiner 30-jährigen Karriere beschrieben habe: Derartige Explosionen hätten auch schon Menschen getötet.

Auswirkungen des Ausbruchs auf die Bevölkerung der nahe gelegenen Stadt Catania seien nicht zu befürchten, hiess es in italienischen Medien. Ende Februar war der Ätna erstmals seit mehr als einem Jahr wieder ausgebrochen. Dabei hatte sich ein neuer Krater an der südöstlichen Flanke des 3000 Meter hohen Vulkans gebildet. Dort ereignete sich am Donnerstag die neue Eruption. (mch/afp)

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