Nati-PK vor dem Litauen-Spiel - Breel Embolo sorgt für Lacher bei Trainer Murat Yakin

Nati-PK vor dem Litauen-SpielBreel Embolo sorgt für Lacher bei Trainer Murat Yakin

Am Dienstagabend trifft die Schweizer Nati in der WM-Quali auf Litauen. Einen Tag vor der Partie stellen sich Coach Murat Yakin und Stürmer Breel Embolo den Fragen der Medien.

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Ressort Sport

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Montag, 11.10.2021

Lacher bei Murat Yakin

Der Nati-Trainer wird befragt, wie sich das Spiel vom ersten Duell gegen Litauen im Frühling unterscheidet. «Da war er noch nicht Trainer», ruft Breel Embolo. «Vielleicht hat er das Spiel nicht einmal gesehen.» Murat Yakin muss lachen.

Breel Embolo, wie lange brauchen Sie, um sich von einem solchen Spiel zu erholen?

«Ich bin 24 Jahre alt. Ich habe verletzungsbedingt schon genug Spiele in meinem Leben verpasst. Ich will unbedingt spielen und freu mich riesig. Ich werde gut erholt sein. Je früher wir das Spiel entscheiden können, desto kräftesparender wird es für uns.»

Murat Yakin, wird die Nati gegen Litauen ähnlich offensiv auftreten wie gegen Nordirland?

«Es gibt verschiedene offensive Strategien. Es braucht ein gutes Gleichgewicht. Alle müssen auch defensiv mithelfen. Es wird ein identisches Spiel werden. Klar, es wird wegen den fehlenden Spielern drei Wechsel geben, aber an der Spielweise wird das nichts ändern.»

Murat Yakin, wie sieht die Innenverteidigung morgen aus?

«Nico Elvedi wird cool bleiben. Ich mach mir keine Sorgen, dass er sich eine Gelbe Karte einfängt und das Italien-Spiel verpasst. Er wird morgen dabei sein.»

Murat Yakin, waren Sie überrascht, dass Steven Zuber nun «nur» in Griechenland spielt?

«Er ist ein Spieler, der spielen will. Die griechische Liga kann man vergleichen mit der türkischen. Ich habe nicht erwartet, dass Steven schon wieder so in Form ist. Um ihn mach ich mir keine Sorgen. Er wird in der nächsten Saison in einer anderen Liga spielen, wenn er so weitermacht.»

Statement von Medienchef Adrian Arnold

«Xherdan ist ein sehr erfahrener Spieler. Er weiss, wie er sich in solchen Situationen verhalten muss. Er oder auch alle anderen Spieler haben kein Interesse, dass der Sport für politische Propaganda missbraucht wird.»

Murat Yakin, wie haben Sie den Zwischenfall mit Xherdan Shaqiri erlebt?

«Dazu kann ich nicht viel sagen. Wir konzentrieren uns auf das Spiel von morgen.»

Murat Yakin, Sie haben Breel Embolo beim FC Basel in die erste Mannschaft geholt.

«Die Entwicklung von Breel ist sehr spannend und erfreulich. Er hat sich durch Rückschläge nie zurückwerfen lassen. Auf dem Platz war er manchmal zu ungestüm, da hat er sich verbessert und übernimmt noch mehr Verantwortung.»

Warum läuft es bei Breel Embolo nach seiner Verletzung so gut?

«Die Verletzung an der EM war ärgerlich. Ich hatte das Gefühl, dass ich meine Mannschaft im Stich gelassen habe. Bei der Rehabilitation hat mein Team einen tollen Job gemacht. Ich habe die Zeit optimal nutzen können.»

Welchen Eindruck hat Murat Yakin vom Stadion?

«Das wird morgen nicht das Wichtigste sein. Die Spieler wissen, worum es geht. Wir wollen von Anfang an Druck machen und das Spiel gewinnen. Darauf liegt der Fokus.»

Es gehts los

Murat Yakin und Breel Embolo sind da.

Vor die Medien treten werden ...

… Murat Yakin und Breel Embolo.

Um 15 Uhr geht es los!

Wir sind gespannt? Sagt Nati-Coach etwas zum Skandal?

Nach dem Spiel folgte der «UÇK»-Skandal

Irritierende Szene nach dem Nati-Sieg gegen Nordirland (2:0). Beim Interview mit dem Tessiner Sender RSI bekommt Captain Xherdan Shaqiri von einem Unbekannten eine Jacke übergezogen. Darauf ist das Logo der ehemaligen paramilitärischen Organisation «UÇK» zu sehen.

Die serbischen Medien schäumten. Die Boulevardzeitung «Kurir» sprach von einem «Skandal» und stellte die Frage, wie lange die Fussballverbände «diesen Quatsch» noch tolerieren würden. Und auch der serbische Fussballverband war stocksauer. Laut Generalsekretär Jovan Surbatovic arbeite man an einem Protestbrief an die Fifa. «Wir fordern eine dringende Reaktion und strengste Sanktionen gegen Shaqiri wegen der Förderung der kriminellen Terrororganisation «UÇK» während Äusserungen vor den Medien», hiess es am Sonntag in einem Communiqué.

Der Schweizerische Fussballverband nahm Xherdan Shaqiri bereits am Sonntag in Schutz. «Es ist inakzeptabel, dass Personen Fussballstadien, und in diesem Fall das Interview eines Spielers nach einem Spiel, für politische Propaganda missbrauchen wollen», schrieb der SFV in einer Mitteilung. Shaqiri habe in dieser Situation vorbildlich reagiert. «Die fehlbare Person wurde von der Polizei einvernommen und es wurde unmittelbar ein Stadionverbot gegen diese Person ausgesprochen», so der Verband weiter.

Nordire fliegt vom Platz, weil er zu langsam einwirft

Es war die Szene der ersten Halbzeit beim Nati-Spiel in Genf gegen Nordirland. Nach wiederholtem Zeitspiel kassiert Jamal Lewis die Gelbe Karte beim Einwurf. Dumm nur: Er war schon verwarnt und flog in der 37. Minute vom Platz.

Herzlich Willkommen!

Am Samstagabend gewann die Schweizer Fussball-Nati gegen Nordirland mit 2:0. Der Sieg der Schweiz hätte aber deutlich höher ausfallen müssen. Die Nati vergab Chancen im Minutentakt.

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