Werbung missglückt: Affe mit AK-47 – ein Viral geht nach hinten los
Aktualisiert

Werbung missglücktAffe mit AK-47 – ein Viral geht nach hinten los

Bei YouTube macht ein schiesswütiger Schimpanse Ärger: Der von einem Hollywood-Studio veröffentlichte Werbefilm provoziert unzählige rassistische Kommentare.

von
dsc

Manchmal braucht es nur einen Clip, der ins Internet hochgeladen wird. Den Rest übernehmen die Nutzer. Dank moderner Mund-Propanda tragen sie die (Werbe-)Botschaft in die Welt hinaus. Und mit etwas Glück entwickelt sich ein virales Video, das Millionen begeistert.

So weit die Theorie, die wohl auch die PR-Abteilung von 20th Century Fox beherzigen wollte. Letzte Woche schaltete das Filmstudio darum bei YouTube einen geheimnisvollen Clip. Das 43-sekündige Video zeigt in verwackelten Aufnahmen eine Gruppe Soldaten in einem nicht näher bestimmbaren westafrikanischen Land. Die Kämpfer machen sich einen Spass und händigen einem Schimpansen ein AK-47-Sturmgewehr aus. Die Waffe ist geladen...

Nimmt man die Nutzerzahlen, ist das YouTube-Video ein veritabler Hit. Mehr als 4,8 Millionen Mal ist der entsprechende Link bereits angeklickt worden - Tendenz steigend. Längst ist bekannt, dass es sich um versteckte Werbung für den neuen Kinofilm von 20th Century Fox handelt. Die «Planet der Affen»-Serie geht in die letzte Runde.

Kritische Stimmen

Doch das virale Video sorgt auch für Unmut. Kritische Stimmen werden laut, weil es bei YouTube zu hässlichen Begleiterscheinungen kommt. Auf der Video-Plattform sind unzählige rassistische Kommentare abgegeben worden. Die schwarzen Soldaten werden als «Nigger» und «Affen» bezeichnet, und das sind noch die harmloseren Beispiele. Zeitweise war jeder fünfte Beitrag problematisch, einige mussten gelöscht werden.

Niemand würde der Herstellerfirma rassistische Motive unterstellen. Doch das Vorgehen sei schon sehr unglücklich, oder zumindest blauäugig, zitiert die «New York Times» einen Markenexperten. Der Film spreche existierende Vorurteile über Afrikaner an oder könne sie gar verstärken. Anstelle der erhofften Gratis-Werbung droht wegen dem «Monkey Business» ein beträchtlicher PR-Schaden.

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