Basel: Affen bekommen einen «Wellness-Tempel»
Aktualisiert

BaselAffen bekommen einen «Wellness-Tempel»

Bodenheizung, Benebelungsanlage und Trinkstellen mit frischem Wasser: Das Affenhaus im Basler Zolli wird luxuriös.

von
Tamara Funck
Das neue Affenhaus im Basler Zolli wird grösser, zeitgemässer und auch luxuriöser. (Zoo Basel)

Das neue Affenhaus im Basler Zolli wird grösser, zeitgemässer und auch luxuriöser. (Zoo Basel)

Das neue Affenhaus im Basler Zolli ist mehr als doppelt so gross wie das alte. So können die Menschenaffen selbst frisches Wasser von den Trinkstellen zapfen, bequem auf dem geheizten Boden herumtollen, auf hohe Bäume klettern und dank einer Benebelungsanlage feuchte Luft einatmen. «Ein Luxustempel ist es nicht», sagt Projektleiterin Heidi Rodel, «doch die Anlage ist jetzt sicher auf dem neusten Stand.» Das alte, aus den 60er-Jahren stammende Affenhaus war nicht mehr zeitgemäss: «Die Tiere zeigten zwar keine Verhaltensstörungen, doch die Anlage war nicht optimal – auch wegen des Energieverbrauchs nicht», so Rodel weiter. Die aufwendige Anlagetechnik ist notwendig für eine artgerechte Haltung der Tiere. Rodel: «Ein Affenhaus enthält mehr Infrastruktur als ein Einfamilienhaus.» Deshalb sei es umso wichtiger, energieeffizient zu bauen.

Im Juni können die Gorillas und Schimpansen ihr neues ­Zuhause beziehen. «Ich bin mir sicher, sie werden sich wohlfühlen», sagt Rodel. «Die Raumaufteilung bleibt gleich.» ­Wände einzubauen habe sich bewährt, damit sich die Tiere vor ihren Artgenossen und Besuchern zurückziehen könnten. Ein Highlight wird die Aussenanlage sein: «Dort können sich die Affen sonnen und die anderen Tiere beobachten.» Bis es so weit ist, dauert es aber nochmals ein Jahr.

Erfolgreiche Korallen-Zucht

Der Zoologische Garten Basel meldet grosse Erfolge bei den kleinen Tieren: Die einst als fast unzüchtbar geltenden Ko­rallen vermehren sich heute zum Grossteil selber. Einzelne Kolonien wachsen im Zolli gut 30 Zentimeter im Jahr. Eine gute Länge, wenn man bedenkt, dass der natürliche Abbau in den Aquarien fehlt, Stürme und Fressfeinde ausbleiben. In Basel hausen jetzt sowohl Arten mit weichen Kolonie-Strukturen als auch Steinkorallen.

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