Zolli goes Novartis: Affen-Umzug lief rund
Aktualisiert

Zolli goes NovartisAffen-Umzug lief rund

Der Umzug der Basler Zolli-Affen in ein Gebäude der Novartis verlief ohne Probleme. Die Affen fühlen sich in ihrer neuen Heimat bereits wohl.

von
Adrian Jäggi

«Ich bin erleichtert, dass alles so gut über die Bühne ging», sagt Zoodirektor Olivier Pagan. Die Gorillas und Schimpansen wurden letzte Woche in einer aufwändigen Aktion in ihr temporäres Zuhause umgesiedelt. Am Dienstag dieser ­Woche folgten ihnen mehrere Arten von Kleinaffen.

Für das Tierpflegepersonal bedeutete der Umzug Schwerstarbeit. Nach der Betäubung mit dem Blasrohr überprüften die Ärzte den Gesundheitszustand der Menschenaffen. «Es arbeiteten mehrere Personen, um die Untersuchung zügig voranzubringen und die Narkosezeit kurz zu halten», sagt Zoo-Sprecherin Tanja Dietrich. Röntgenbilder, Ultraschall, Blutuntersuchungen und eine Zahn- und Gewichtskontrolle waren sehr zufriedenstellend.

Noch zu klein für eine Narkose war der eineinhalbjährige Schimpanse Fahamu. «Während der Untersuchungsnarkose seiner Mutter Xindra erhielt er reichlich Gummi­bärchen», so Dietrich.

Mittlerweile hätten sich die Affen in ­ihren neuen vier Wänden gut eingelebt. Sie brauchen aber noch mehr Spiel- und Beschäftigungsmöglichkeiten. «Unter anderem werden wir einen Monitor installieren, damit die Affen den Pflegern beim Rüsten des Futters zuschauen können», sagt Dietrich. Läuft alles nach Plan, werden die Affen im Sommer 2011 ins umgebaute Affenhaus, das rund 28 Millionen Franken kostet, zurückkehren.

Junge Käuze – eine kleine Sensation

Im Zolli sind Mitte März zwei Brillenkäuze geschlüpft. Die Zucht dieser Käuze ist schwierig – ganz selten ist die gleichzeitige Aufzucht von zwei Tieren. Deshalb spricht der Zolli von einer kleinen Sensation. Im Zoo kamen letztmals 1995 Brillenkäuze zur Welt. Die Jungkäuze präsentierten sich gestern in weissem Gefieder mit schwarzen Brillen. In den nächsten fünf Jahren werden sie sich noch stark verändern: Das Gesicht wird schwarz, die Brille weiss und das Gefieder braun-beige.

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