Affen- und Schlangenfleisch am Zürcher Flughafenzoll

Aktualisiert

Affen- und Schlangenfleisch am Zürcher Flughafenzoll

2111 Strafverfahren hat der Zoll am Zürcher Flughafen im letzten Jahr wegen verschiedenster Zollvergehen eingeleitet. Die Palette reicht von Drogenschmuggel bis zur illegalen Einführung von Affen- oder Schlangenfleisch.

So wollte im letzten Juni ein Kameruner 128 Kilogramm «Bushmeat» einführen, das von Würgeschlangen und Affen stammte. Die Zollbeamten kamen ihm auf die Schliche, er musste sich unter anderem wegen Widerhandlung gegen das Artenschutzgesetz verantworten.

Reisende aus Afrika versuchten immer wieder, solches Fleisch einzuführen. Gelange dieses in die Schweiz, könnten Seuchen ausbrechen, warnt das Zollinspektorat des Zürcher Flughafens in einem Communiqué vom Montag zur Jahresbilanz. Im Gepäck eines Asiaten wurden im Dezember 1800 Kreditkarten-Rohlinge gefunden, die dem Kopieren von echten Kreditkarten ahnungsloser Touristen dienen.

Das Inspektorat dokumentiert ferner illegale Importe wertvollen Schmucks mit dem Ziel, die Mehrwertsteuer zu umgehen, den Import gefälschter Markenware oder grosser Mengen von Dopingmitteln wie das Anabolika Testosteron. Bereits Mitte Januar bekannt gegeben hatte die Kantonspolizei die am Flughafen 2007 konfiszierten Mengen illegaler Drogen.

2111 Strafverfahren

Im ganzen Jahr 2007 wurden 223 Kilogramm Kokain, 8 Kilogramm Heroin, 28 Kilogramm Haschisch und 74 Kilogramm Marihuana sichergestellt. Für 2006 lautete die Bilanz 146 Kilogramm Kokain, 20 Kilogramm Heroin, 31 Kilogramm Haschisch, 11 Kilogramm Marihuana und 29 Kilogramm Kath.

Die 110 Angestellten des Zolls am grössten Schweizer Flughafen leiteten 2007 wegen Zollvergehen 2111 Strafverfahren ein. Täglich werden bei Stichproben rund 1500 Tonnen Luftfracht und 57 000 Passagiere kontrolliert. Insgesamt hat der Flughafenzoll letztes Jahr der Bundeskasse 481 Millionen Franken Mehrwertsteuer, Tabak- und Alkoholsteuer, Zölle und Lenkungsabgaben abgeliefert. (sda)

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