Werbung: Affichage hat genug von Griechenland
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WerbungAffichage hat genug von Griechenland

Der Werbevermarkter Affichage zieht die Konsequenzen aus seinem Griechenland-Debakel. Sämtliche geschäftlichen Aktivitäten werden mit sofortiger Wirkung beendet.

Über den Kaufpreis hätten die Parteien Stillschweigen vereinbart. Es seien auch andere Optionen, so ein mögliches Joint Venture mit einem lokalen Partner, geprüft worden. Mit dem Verkauf setze Affichage ihre neue Auslandstrategie um. Diese habe zum Ziel, sich auf profitable Märkte zu fokussieren, teilte das Genfer Unternehmen am Donnerstag mit.

Das missglückte Griechenland-Engagement hat Affichage rund 150 Mio. Fr. gekostet. Der Betrag beinhalte die Anfangsinvestitionen und die anschliessenden operationellen Verluste, sagte Affichage-Chef Daniel Hofer zu Beginn des Monats in einem Zeitungsinterview.

Auf diesen Betrag hat eine Aktionärsgruppe den Verwaltungsrat der Genfer Gesellschaft vor zehn Tagen verklagt und eine Sonderprüfung gefordert.

Affichage selbst hat rechtliche Schritte gegen die früheren Griechenland-Partner eingeleitet. Die Klage gegen die früheren Geschäftspartner Philip Vrionis und Mitglieder seiner Familie sowie weitere Personen aus seinem Umfeld basiert früheren Angaben zufolge auf dem Vorwurf der Irreführung und des Betrugs. Der Verkauf der Aktivitäten habe keinen Einfluss auf die bereits eingeleiteten juristischen Schritte, schrieb Affichage weiter.

Zuversichtlicher Ausblick

Affichage hat seine Ziele für das laufende Geschäftsjahr 2011 bekräftigt. Der Gesamtkonzern erwartet im laufenden Jahr die Rückkehr in die schwarzen Zahlen, sagte ein Sprecher am Donnerstag gegenüber der Nachrichtenagentur AWP. Im letzten Jahr hatte die Gesellschaft einen Verlust von 52,3 Mio. Fr. geschrieben.

(sda)

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